Patientenbeitrag

Heute setzt sich Ingrid Claasen nur noch für Dinge ein, die ihr wirklich wichtig sind



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Naja, ich war schnell, wie man so sagt, schnell auf der Palme gewesen. Also das war Fakt. Da brauchte noch nicht mal groß irgendwie was sein, irgendwie was Schwerwiegendes. Also man kann eigentlich sagen, um das mal übertrieben zu sagen, bei der kleinsten Kleinigkeit war ich gleich auf 180 gewesen. Bin ich heute überhaupt nicht mehr, stört mich überhaupt nicht mehr, wenn hier in der Nachbarschaft da irgendwie Sachen sind. Wäre früher gar nicht denkbar, hätte ich mich genauso dann engagiert. Interessiert mich heute überhaupt gar nicht mehr. Weil ich mir sage, das sind keine Probleme, also das ist gar nichts. Ja also die sollten sich wirklich um wichtige Probleme kümmern.
Heute – gut wenn mich das nun jetzt selber massiv betreffen würde, würde ich mich ärgern und würde dann überlegen, was machst du? Unternimmst du dagegen was oder nicht. Naja, und wenn ich da den Eindruck hätte, das würde sich lohnen oder da sollte man etwas machen, mache ich was und sonst sage ich mir, es gibt wichtigere Sachen im Leben, mach es nicht. Heutzutage müssen das schon schwerwiegende Sachen sein.
Für mich ist das, dass ich einschätze: Das ist für mich sehr wichtig, da musst du was tun, und das ist nun nicht so wichtig. Diese Unterscheidung, die habe ich früher nicht getroffen. Für mich war alles wichtig und das ist es ja nun mal nicht.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 29.01.2011 geführt.

Ingrid Claasen ist 60 Jahre alt. Schon als junge Frau hatte sie mit Bluthochdruck und Herzproblemen zu kämpfen. Eine familiäre Vorbelastung und ein leichter Schlaganfall mit Anfang 30 haben sie schließlich dazu motiviert, ihre Lebensweise zu verändern, sich mehr zu bewegen und Stress zu reduzieren.

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