Patientenbeitrag

Johann Raschke musste akzeptieren, dass er nicht mehr so belastbar ist wie früher und achtet nun verstärkt auf sein Wohlbefinden



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Bis zur Stunde X habe ich Radtouren gemacht. 15 Kilometer, zwei Kilometer geschwommen oder gelaufen und Tischtennis gespielt. Das ist wirklich so, dass ich so dicke Oberschenkel hatte, dass ich kaum eine Hose fand, die mir passte. Das kann ich alles nicht mehr machen. Aber das ist so und wenn irgendwas so ist wie es ist, dann ist es so wie es ist. Und wenn du es nicht ändern kannst, dann musst du es eben sein lassen und die Grenzen erkennen.

Also wenn ich zwei Stunden im Garten gewesen bin, dann habe ich eher Lust mich hinzusetzen und ein Buch zu lesen oder sonst irgendwas zu machen. Also wenn man weiß, dass Bewegung gut tut, dann muss man auch auf seinen Körper hören. Zwei Stunden im Garten harken, bücken, aufstehen, hier etwas schneiden, da etwas binden, da hast du nach zwei Stunden keine Lust mehr.

Du sollst das ja auch nicht mit vollem Bauch machen. Du sollst immer ungefähr eine Stunde warten, dann machst du das und dann fühlst du dich gut. Du fühlst dich gut. Du kannst nicht durchs Leben schleichen und sagen, „o ch, c‘est la vie“. Hört sich zwar gut an, aber das ist nicht das Leben was man führen sollte. Man sollte bewusst leben. Wie sagen die Lateiner? Carpe Diem.

Johann Raschke
Das Interview wurde am 22.03.2012 geführt.

Johann Raschke ist 71 Jahre alt. Vor fast 20 Jahren hatte er einen Herzinfarkt. Als vor 5 Jahren bei Johann Raschke Kammerflimmern auftratt, wurde ihm ein Defibrillator eingesetzt. Johann Raschke hat seinen Lebensstil nach der Ornish-Therapie umgestellt, d.h. er ernährt sich weitestgehend vegetarisch und fettarm, nimmt an einer Ornish-Gruppe teil und macht täglich Yoga.

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