Patientenbeitrag

Durch das Zeitungsaustragen entsteht für Gerhard Möhring ein notwendiger Zwang zur Bewegung



War der Beitrag hilfreich?
Text ein- und ausblenden

Ich bekomme die Zeitungen zeitig genug angeliefert. Der ist meistens dann schon so kurz nach halb zwei früh hier. Und dann mache ich mich fertig. Dann stehe ich halb zwei rum auf. Dann mache ich mich fertig und dann geht es los. Dann packe ich meine Zeitungen auf mein Fahrrad und fahre los. Und dann bin ich so gegen drei – es kommt darauf an, weil wir auch noch Werbung mit ausfahren, kann es dann auch mal später werden. Es kann sogar halb vier werden. Kommt immer darauf an. Und dann lege ich mich noch einmal hin und ruhe mich aus. Das bekommt mir besser dann. Ich habe die Belastung gehabt vorher und dann kann ich mich entspannen, kann mich ausruhen und kann nochmal ein bisschen schlafen. Und dann stehe ich früh um sieben auf. Dann wird ganz in Ruhe gefrühstückt. Als Rentner kann man sich das leisten. So und dann geht der Tagesrhythmus los. Je nachdem, was man so vor sich hat. Aber das bekommt mir sehr gut, muss ich sagen. Es ist nicht jeder Tag wie der andere. Es ist so, dass auch das Fahrrad fahren oder das Zeitungen austragen manchmal ein Zwang ist, wo man sagt, „äh, bei dem Wetter“, wie jetzt Regen und so. Aber man macht es. Man macht es für seinen Körper, aber wenn ich das jetzt, was ich mache, umrechne, dann kriege ich meine Kilometer doch auch rein“. Und ich habe jeden Tag die Belastung. Eine Stunde lang, besser kann es nicht sein. Also man muss es sich eingestehen. Also wenn der Zwang nicht dahinter stehen würde, wie gesagt, des Menschenkörpers Faulheit steckt dann unheimlich drin. Dann ziehen sie alles andere vor. Das ist komisch. Jede Bequemlichkeit, die Sie haben, ziehen Sie vor. Das ist ja nicht bequem, früh um zwei mit dem Fahrrad durch die Gegend zu fahren. Bequem ist das nicht. Also man würde doch lieber den Hocker vom Sessel vorziehen und da die Füße hoch legen. Und dann würde man sitzen, zwischendurch vielleicht mal eine Kleinigkeit zu sich nehmen und dann vielleicht auch noch Ungesundes, was dem Körper auch nicht so bekommt.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 29.02.2012 geführt.

Gerhard Möhring ist 62 Jahre alt. Vor 9 Jahren erlitt er einen schweren Herzinfarkt, auf den drei Jahre später ein weiterer folgte. Daneben kämpft Gerhard Möhring seit 9 Jahren mit einer Krebserkrankung und Diabetes. Aufgrund seiner Erkrankungen wurde er frühberentet. Einmal wöchentlich nimmt Gerhard Möhring an einer Herzsportgruppe teil. Um sich darüber hinaus zu regelmäßiger Bewegung zu zwingen, fährt er jede Nacht Zeitungen mit dem Fahrrad aus. Auch sein Gewicht hat Gerhard Möhring deutlich reduziert. Er isst heute weniger und kalorienärmer.

Alle Beiträge von Gerhard Möhring

Schlagworte:

Neuen Kommentar verfassen






* Pflichtangaben