Patientenbeitrag

Nach einem Burnout ist Otto Remmler in Frührente gegangen


Zum Schluss habe ich 20 Jahre Autos verkauft, war ich im Automobilverkauf und da ist es ja doch mal ein bisschen stressiger. Punkt war ja auch ein bisschen der Ärger in der Firma, der Stress, den man da aushalten musste. Ist halt bei mir sofort aufs Herz gegangen. Der Druck, den man dort hatte – man hat ja nicht vom Festgehalt gelebt, sondern man musste ja auch produktiv das Gehalt erarbeiten. Das ist ja nicht gerade einfach gewesen zeitweise.

Ich habe versucht mit Sport ein bisschen das auszugleichen, aber irgendwann hat das nicht mehr gereicht. Und ich habe früher gut abschalten können, wenn ich an einem gewissen Punkt war, dann war für mich Firma zu Ende und Richtung Familie, aber irgendwann hat man das nicht mehr geschafft. Ich bin in dem Wald gelaufen, also ich bin da auch richtig aktiv gewesen, aber das hat dann irgendwo nicht mehr gereicht, um richtig abschalten zu können. Also dass der Stress dann auch Schlafstörungen hervorgerufen hat und so weiter. Also das war was man so hört heute, so richtig neudeutsch: Burnout. War bei mir dann der Fall.

Ich bin krank geschrieben worden, habe einen Antrag auf Kur gestellt, nach drei Wochen war ich schon weg und da hat man aber eine Reha draus gemacht. Und da hat man dann schon mal festgestellt und zu mir gesagt in den ersten Gesprächen, „Reichen Sie einen Rentenantrag ein“.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 03.02.2012 geführt.

Otto Remmler ist 65 Jahre alt. In den letzten 25 Jahren hatte er zwei Herzinfarkte und immer wieder akute Herzprobleme. Nach einem Burnout und einer Psychotherapie wurde Otto Remmler vor acht Jahren frühberentet. Als Ersatz für die fehlenden Herausforderungen im Arbeitsleben ist Otto Remmler seit einigen Jahren Übungsleiter in mehreren Koronar- und Lungensportgruppen. Neben dem regelmäßigen Herzsport hält Otto Remmler seine tägliche Gymnastik, die „5 Tibeter“ beweglich und gesund.

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