Patientenbeitrag

Man kann das Fortschreiten der Krankheit mit viel Eigeninitiative eindämmen – für Anne Haupt eine sehr motivierende Nachricht



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Dieses Therapiekonzept nach Ornish ist für mich eine große Hoffnung. Hoffnung, diese Krankheit nicht nur zu behandeln, dass sie nicht fortschreitet, sondern zu stoppen. Inwieweit ich hier etwas zurückfahren kann, also im Sinne davon, dass die Plaquebildung in den Gefäßen sich ein Stück weit zurückbildet, das muss man sehen, das wird sich zeigen. Aber was inzwischen auch nicht nur von Ornish, sondern von eigentlich soweit ich das sehe, allen Kardiologen gesagt wird, dass mit dieser regelmäßigen Bewegung, die also das Herz-Kreislauf-System stärkt, Kollaterale gebildet werden können. Also das ist ja das Schöne, dass unser Organismus ein Reparaturkonzept hat. Das heißt, wenn hier Verengungen in den Herzkranzgefäßen sind, dann kann der Körper selber Umgehungen bauen, also neue Gefäße bilden, die diese Verengungen umgehen. Und das ist einfach eine schöne Botschaft, dass ich hier selber was tun kann. Das ist auch das, womit ich mich selber dann immer wieder aufrichte, dass ich sage: „Die schlechte Nachricht ist, dass du viel selber dazu beigetragen hast, dass du so krank geworden bist. Aber die gute Nachricht ist, du kannst auch viel selber dazu tun, dass diese Krankheit nicht fortschreitet, sich vielleicht sogar verbessert und du damit gut leben kannst.“

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 26.04.2012 geführt.

Anne Haupt ist 59 Jahre alt. Aufgrund einer familiären Vorbelastung ließ Anne Haupt vor acht Jahren ihr Herz untersuchen – eine KHK wurde festgestellt und drei Bypässe gesetzt. Bis dahin ein Bewegungsmuffel, fing Anne Haupt aufgrund der Diagnose an, regelmäßig Sport zu treiben und sich nach den fettarmen und vegetarischen Empfehlungen von Dean Ornish zu ernähren. Außerdem reduzierte sie deutlich Stress in ihrem Leben: Sie wurde früh berentet, machte eine Psychotherapie und arbeitet daran, sich die Probleme anderer nicht mehr zu sehr zu Herzen zu nehmen.

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