Patientenbeitrag

Mit Walnüssen und Schokolade gönnt sich Anne Haupt bewusst Ausnahmen von der Ernährungsweise nach Ornish



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Was ich jetzt abweichend von Ornish mache: Ornish sagt auch, keine Nüsse. Ich esse Walnüsse. Walnüsse, heißt es, sind gut für die Blutgefäßwände, für das Endothel. Und da beschränke ich das. Das ist jetzt auch ganz wichtig, dass man wirklich die Dinge, die sowohl Gutes als auch Schlechtes haben, dass man die wirklich in geringen Dosen zu sich nimmt. Also ich nehme drei Walnüsse, das ist also meine Tagesdosis, zum Frühstück. Und was ich auch mache: Also das sind die zwei Dinge, wo ich wirklich von Ornish abweiche: Weil ich sehr sehr gerne Schokolade esse. Das war so die größte Herausforderung für mich. Schokolade. Ich esse eine Schokolade, die als herzgesund gilt, das ist nämlich diese dunkle Schokolade und da achte ich auch darauf, dass die 85 Prozent Kakaogehalt hat. Die gilt nämlich als herzgesund. Also mindestens 85 Prozent, aber höherprozentige schmeckt mir dann auch nicht mehr so gut. Also 85 Prozent nehme ich und das in einer kleinen Dosis, nämlich zwei kleine Stückchen sind das. Und die esse ich dann nach dem Frühstück mit Genuss. Die lasse ich auf der Zunge zergehen, sodass ich diesen Schokoladenschmelz habe. Der ist ja so was Einmaliges, den hat man auch sonst nicht in anderen Lebensmitteln. Das sind also die zwei Ausnahmen. Ich lasse das natürlich dann immer wieder kontrollieren, „bin ich noch im Soll mit meinen Fett und mit meinen Blutfettwerten?“ und das gelingt. Ich ertappe mich dann manchmal auch so mit meinen Gedanken: „Du hast zwar schon dein Quantum Schokolade, aber so ein ganz kleines Ingwerstäbchen…“ Es gibt diese schokolierten Ingwerstäbchen. Da denke ich: „Guck mal da, da schleicht sich doch jetzt wieder so etwas ein.“ Also ich kriege das sehr schnell mit, wenn ich so in Versuchung gerate, diese Dosis zu überschreiten. Und deshalb habe ich das ganz gut im Griff. Ich habe aber auch nicht mehr das Bedürfnis. Das ist auch ganz frappierend. Der Geschmackssinn ändert sich nämlich auch mit der Zeit und ich war früher jemand, die wahnsinnig viel süß gegessen hat. Deshalb auch dieses Problem mit der Schokolade.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 26.04.2012 geführt.

Anne Haupt ist 59 Jahre alt. Aufgrund einer familiären Vorbelastung ließ Anne Haupt vor acht Jahren ihr Herz untersuchen – eine KHK wurde festgestellt und drei Bypässe gesetzt. Bis dahin ein Bewegungsmuffel, fing Anne Haupt aufgrund der Diagnose an, regelmäßig Sport zu treiben und sich nach den fettarmen und vegetarischen Empfehlungen von Dean Ornish zu ernähren. Außerdem reduzierte sie deutlich Stress in ihrem Leben: Sie wurde früh berentet, machte eine Psychotherapie und arbeitet daran, sich die Probleme anderer nicht mehr zu sehr zu Herzen zu nehmen.

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