Patientenbeitrag

Friedrich Roth achtet bei seiner Ernährung strengstens auf die Cholesterinwerte



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Ich kann diese Art der Lebensweise jedem empfehlen, der krank ist. Ich sage immer, es muss nicht unbedingt einer auf Eigelb verzichten, wenn er einen guten Cholesterinspiegel hat und vollkommen gesund ist. Aber wer krank ist, der sollte doch ein bisschen darauf achten, was er macht und was er da zu sich nimmt, um eben sein Leben ein bisschen zu verlängern. Ich habe also möglichst kein Fett zu mir genommen. Es liegt aber auch ein bisschen da dran, dass mich das überzeugt hat: Es gibt ja die sogenannten HDL-Werte und die LDL-Werte. Die HDL-Werte sollen um die 40 liegen und bei mir kommen die nie über 30. Das heißt, um das Verhältnis zum Schlechten zu wahren, muss ich dann entsprechend leben. Und das mache ich. Zu früheren Zeiten, wie gesagt, als wir angefangen haben, da habe ich möglichst kein Fett genommen. Heutzutage esse ich zwar kein Fett in dem Sinne, aber zum Beispiel Schnittkäse gibt es ganz einfach nicht mit 0,3 Prozent Fett. Also der geringste, den ich hier bekomme, der hat fünf Prozent und den esse ich dann schon mal ab und zu. Oder ich esse auch schon mal eine Tütensuppe. Die haben aber heutzutage auch nur 0,3 Prozent Fett. Also ich meide häufig oder heutzutage immer noch Fett. Ich esse also kein Fleisch, das habe ich schon seit `95 nicht mehr gegessen. Ich esse allerdings heutzutage auch schon so zweimal im Monat, manchmal auch dreimal im Monat, Fisch, was ich normalerweise früher auch nicht gegessen habe. Aber es ist dann auch mal ein bisschen Abwechslung drin. Aber zum Beispiel die Milchprodukte oder so, die haben bei mir auch alle nur 0,3 oder 0,1 Prozent Fett. Und die Cholesterinwerte, die sind dann auch entsprechend, ich will nicht sagen gut, aber wesentlich besser als früher. Das Schlimmste war früher, als ich den Herzinfarkt hatte, da hatte ich einen Cholesterin von 280. Der war ja nicht ganz so schlimm, aber die Triglyceride von 650, das war schon ganz enorm. Also ich habe dann auch möglichst alles Süße weggelassen. Ich esse zwar heutzutage auch mal noch ein Bonbon oder ein Plätzchen oder so, aber nicht mehr in dem Maße wie früher vor dem Herzinfarkt.

Da ist eine Sache, die kann ich doch nochmal erwähnen, die tut mir auch heute noch ein bisschen weh. Ich habe früher für mein Leben gern Krabben gegessen und ich sage immer zu meiner Frau, wenn wir zum Chinesen gehen und Buffet haben und sie sich Krabben holt, sage ich, „jetzt blutet mein Herz wieder“. Also um die tut es mir immer noch ein bisschen leid, aber trotzdem habe ich bisher keine wieder gegessen oder probiert. Weil man sagt, dass in den Schalentieren oder wie im Eigelb das meiste Cholesterin ist. Und das soll ich ja ein bisschen meiden.

Friedrich Roth
Das Interview wurde am 22.03.2012 geführt.

Friedrich Roth ist 70 Jahre alt. 1995 erlitt er einen Herzinfarkt. Seitdem ernährt er sich nach der Ornish-Diät, fährt bei gutem Wetter alle Wege mit dem Rad und macht täglich Yoga. Auf diese Weise hat er 20 kg abgenommen. Obwohl er seinen Lebensstil so grundlegend änderte, mussten ihm 2007 vier Bypässe gelegt werden. Die Ärzte bescheinigtem ihm jedoch, dass seine neue Lebensweise ihm vermutlich das Leben gerettet hat.

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