Patientenbeitrag

Friedrich Roth hat bewusst seinen Fleischkonsum reduziert



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Anfangs war eine Angst da – wenn du jetzt nichts änderst, dann kriegst du wieder was. Im Nachhinein hat sich das aber so eingelebt mit den ganzen Rezepten, sodass man sagt: „Das schmeckt ja auch, warum soll ich nicht dabei bleiben?“ Was mich beim Fleisch auch ein bisschen beeindruckt hat, wenn man so Artikel liest, da hat mal ein Wissenschaftler geschrieben, wenn man die Anbauflächen für Futter nutzen würde, um Gemüse oder sonst etwas anzubauen, dann brauchte keiner in der Welt zu hungern. Das ist schon beeindruckend. Auch im Fernsehen brachten sie mal so eine Sendung über Wasser. Wie viel Wasser man braucht, um so eine Kuh dahin zu bringen, dass sie geschlachtet werden kann. Es ist schon enorm, was da verbraucht wird. Und mittlerweile haben sich auch alle daran gewöhnt, auch wenn ich irgendwohin komme, sagen die schon: „Hier, ich habe für dich das und das gemacht.“ Und ich fand auch interessant, ich weiß nicht, ob Sie diese Sojaprodukte kennen? Es gibt so Soja-Steaklis und daraus machen wir auch einen Salat, der ist so ähnlich aufgemacht wie ein Heringssalat. Da kommen also Gurken rein, ein bisschen Ketchup und so was. Bei einer Feier hatte ich mal ein kleines Buffet draußen stehen und für mich stand die Schüssel mit diesem Salat da. Und da bin ich hergegangen, habe mir etwas genommen und mich dann aber viel unterhalten. Und dann habe ich gedacht, „ach, du könntest dir ja noch etwas holen“. Und da kam ich dahin und die Schüssel war leer, aber keiner hat gesagt, „hat nicht geschmeckt“ oder „was war das denn?“. Das habe ich jetzt eigentlich erzählt so zu dem Thema, wenn einer sagt: „Das könnte ich alles nicht essen, was du isst.“ Auch wenn Leute hier sind und es gibt Gemüse und Kartoffeln, die kriegen natürlich ihr Fleisch dazu. Aber die merken auch nicht, dass das nicht gekocht ist wie früher mit Fett oder sonst was, das merkt keiner. Ich kann heute auch ein bisschen variieren mit Kräutern und Gewürzen, ich brauche nicht unbedingt Fett als Geschmacksträger zu nutzen. Das geht also ganz gut.

Friedrich Roth
Das Interview wurde am 22.03.2012 geführt.

Friedrich Roth ist 70 Jahre alt. 1995 erlitt er einen Herzinfarkt. Seitdem ernährt er sich nach der Ornish-Diät, fährt bei gutem Wetter alle Wege mit dem Rad und macht täglich Yoga. Auf diese Weise hat er 20 kg abgenommen. Obwohl er seinen Lebensstil so grundlegend änderte, mussten ihm 2007 vier Bypässe gelegt werden. Die Ärzte bescheinigtem ihm jedoch, dass seine neue Lebensweise ihm vermutlich das Leben gerettet hat.

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