Patientenbeitrag

Nachdem Gerhard Möhring die Ernsthaftigkeit seine Erkrankung erkannte, arbeitete er mit viel Ausdauer an einer Lebensstilveränderung



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Weil man eigentlich nicht nochmal einen haben wollte. Diese Angstvorstellungen davon, es könnte ja der letzte sein. Das ist so. Wie viele versterben da dran? Die kriegen so ein Ding vor die Mütze gesetzt und dann hat sich das für das Leben. Und diese Vorstellung, das ist immer dann, wenn man sagt „oh“ oder wenn es dann anfängt zu flattern und zu machen und wo man sich dann denkt, „oh oh“. Es sollte immer abgewägt werden. Wenn ich das mache, dann muss ich es auch durchziehen. Dann muss ich es auch machen. Die Endresultate selber, davon merken sie nichts nach zwei Tagen. Das ist Quatsch. Nach zwei Tagen können sie nicht einschätzen, ob ihnen das nun bekommt oder ob sie davon was haben. Da müssen sie das schon ein bisschen länger machen, dass sie dann sagen, „okay, mir geht es gut“. Auf jeden Fall brauchen Sie wenigstens ein viertel Jahr. Ein viertel Jahr brauchen Sie auf jeden Fall, dass Sie einschätzen können, das bekommt Ihnen. Das hat irgendwo Auswirkungen auf Sie, auf den Körper, auf das Herz, dass Sie nicht mehr solche Probleme mehr haben. Vorher können Sie das noch nicht einschätzen. Das muss schon länger gehen und wenn Sie in der Woche einmal Sport machen, funktioniert das nicht. Sie müssen das schon gleichmäßig durchziehen und dann, wie gesagt, nach einem viertel Jahr können Sie dann anfangen und können sagen, „oh ja, super. Das geht“. Sie fördern ja nicht bloß die Herztätigkeit, Sie fördern auch alle Gelenke und was weiß ich nicht.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 29.02.2012 geführt.

Gerhard Möhring ist 62 Jahre alt. Vor 9 Jahren erlitt er einen schweren Herzinfarkt, auf den drei Jahre später ein weiterer folgte. Daneben kämpft Gerhard Möhring seit 9 Jahren mit einer Krebserkrankung und Diabetes. Aufgrund seiner Erkrankungen wurde er frühberentet. Einmal wöchentlich nimmt Gerhard Möhring an einer Herzsportgruppe teil. Um sich darüber hinaus zu regelmäßiger Bewegung zu zwingen, fährt er jede Nacht Zeitungen mit dem Fahrrad aus. Auch sein Gewicht hat Gerhard Möhring deutlich reduziert. Er isst heute weniger und kalorienärmer.

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