Patientenbeitrag

Gesunde Ernährung heißt für Johann Raschke, nicht auf alles zu verzichten



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Ich bin der Meinung, Essen ist etwas Wichtiges. Ich bin niemand, der sich selbst kasteien will. Also der Begriff „fettfrei“ ist ja illusorisch. Wenn Sie Auberginen nehmen, das ist zum Beispiel Fett. Das ist ein Gemüse, aber es hat Fett. Das können Sie gar nicht. Sie können nicht fettfrei essen. Also die Formulierung ist schon mal falsch. Richtig ist „fettarm“ zu essen und fettbewusst zu essen. Das heißt für mich wiederum: Kein rotes Fleisch. Ich esse, wenn überhaupt, mal ein Stückchen Hähnchenbrust oder einen Fisch. Zweimal die Woche esse ich Fisch.

Ich weiß nicht, warum ich unbedingt Dinkelbrot essen muss. Das schmeckt gut, übrigens, ich möchte nichts gegen Dinkelbrot sagen. Aber warum kann ich nicht mal ein Weißbrot, eine Weißbrotschnitte essen? Warum nicht? Warum kann ich nicht mal ein Brötchen essen? Das würde ich als zu starken Eingriff, als einen Knacks in meinem Selbstbewusstsein sehen. Da wäre ein Knacks in meinem Selbstbewusstsein, wenn ich das nicht mehr machen könnte. Ich komme mit dem, wie ich lebe, bin ich mit mir im Einklang. Und das ist das Wichtigste: Mit sich im Einklang sein.

Johann Raschke
Das Interview wurde am 22.03.2012 geführt.

Johann Raschke ist 71 Jahre alt. Vor fast 20 Jahren hatte er einen Herzinfarkt. Als vor 5 Jahren bei Johann Raschke Kammerflimmern auftratt, wurde ihm ein Defibrillator eingesetzt. Johann Raschke hat seinen Lebensstil nach der Ornish-Therapie umgestellt, d.h. er ernährt sich weitestgehend vegetarisch und fettarm, nimmt an einer Ornish-Gruppe teil und macht täglich Yoga.

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