Patientenbeitrag

Sich an Fisch zu gewöhnen, war für Ronald Dietrich eine besondere Herausforderung



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Die größte Umstellung ist der Fisch. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals in meinem Leben zu Hause, dass bei uns Fisch gegessen wurde. Und jetzt kam natürlich mit der ersten Operation auch das Thema, wie wichtig auch ab und an Fisch sein müsste auch aufs Tablett. Und ich als Verneiner von Fischspeisen musste mich also dazu durchringen, einfach auch mal an Fisch mich ranzumachen. Aber so wie mein zweimal die Woche Sport, ist das nun auch zur Routine geworden hier, dass wir einmal wöchentlich Fisch essen. Und ich wäre – wie mit dem Sport – in meinem Leben nie auf die Idee gekommen, überhaupt jemals Fisch anzurühren. Und nun gehört der Fisch eben auch zu meinem veränderten Leben dazu, obwohl ich froh bin, wenn das Mittagessen vorbei ist. Ich esse ihn mit, weil es ja wichtig ist, weil es mir nicht schadet. Aber wir haben uns nun auf Fischsorten eingeschossen, die gesund sind, aber sicher nicht so richtig fischig, wie zum Beispiel Pangasiusfilet. Es ist eben so, dass ich es esse, und mir das schmackhaft mache mit Dillsoße und so… das funktioniert dann auch. Ich esse es mit, aber das wird nicht meine Lieblingsspeise werden.
Wir machen uns dann ein bisschen so Eisberg-Gurkensalat dazu und mit Kartoffeln und Eisberg-Gurkensalat bin ich immer sehr schnell mit meinem Fischessen fertig und dann ist das innerlich: „Drei Kreuze, ich habe ihn geschafft, ich habe was Gutes getan.“ Oder wir machen Brokkoli dazu, und das ist ja nun wirklich auch gleich noch richtig ordentlich. Ich habe dann ein richtiges gutes Gewissen. Ich mache es aber nicht so, dass ich mich dann dafür abends dann damit belohne, dass ich dann abends drei Bratwürste esse. Also ich lasse den Freitag dann auch als den Gesundheitstag so stehen und versuche das nicht auszugleichen, indem ich dann sage: „Nun schlage ich aber heute Abend zu.“ Das mache ich nicht. Also der Freitag ist eben dann der Gesundheitstag und das bleibt er dann auch.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 02.07.2012 geführt.

Ronald Dietrich ist 69 Jahre alt. Vor etwa 10 Jahren wurden ihm zwei Bypässe gelegt und eine neue Herzklappe eingesetzt. Daraufhin hat Ronald Dietrich das Rauchen aufgehört und sich bei einem Gesundheitssportverein angemeldet und spielt seitdem zweimal pro Woche mit anderen Herzpatienten Volleyball. Auch bei der Ernährung hat der heute 69-Jährige einiges verändert: Ronald Dietrich isst mittlerweile fett- und fleischärmer, trinkt keinen Alkohol mehr und isst regelmäßig Fisch.

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