Patientenbeitrag

Um einer Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp entgegenzuwirken, hat sich Roland Neuner mit seiner Ernährung auseinandergesetzt



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Also wir kaufen in der Zwischenzeit hochwertigere Lebensmittel. Da macht dann auch die Abwechslung wieder mehr Spaß. Ich sag mal, wenn du das ganze Jahr Karottengemüse und Kartoffeln isst und Kohlrabi und Kartoffeln und das wiederholt sich dann im Wochenrhythmus, es macht richtig Spaß! Und so kann man halt jetzt mal Kartoffeln mit Böhnchen oder mit Weißkraut. Man hat halt eine absolute Abwechslung dann irgendwo. Also das bedingt im Endeffekt wirklich, dass du, ich sag mal, genügend Kohle in der Tasche hast, um dir das leisten zu können. Also eine bewusste Umstellung nach meinem Krankenhausaufenthalt und mit dem Rauchen aufhören war es nicht. Wir haben halt dann einfach so nach und nach bewusster uns ernährt, weil wir beide ja gemerkt haben, wir sind dicker geworden. Durch das Rauchen aufhören hast du halt mehr genascht oder ich weiß es nicht warum oder hat sich der Stoffwechsel umgestellt. Also auch von der Menge her vielleicht mehr gegessen. Aber dann hat man gesagt „Ok“, dann fängt man das Nachdenken an und dann sagt man, „Ok, wir müssen da vielleicht fettärmer essen, vielleicht hochwertige Öle, vielleicht nicht so viel Butter“. Wobei Butter haben wir eh nicht viel gegessen. Aber dann fängt man an mit Mengen zu experimentieren – also dass man eigentlich auch schon zu viel isst von der Menge her! Also dass die Lebensmittel selber oder die Portionen eigentlich schon viel zu groß sind, aber das Essen selber hochwertig. Und das ist das, wo ich jetzt praktisch bin, an dem Punkt, wo ich weiß, dass ich eigentlich nur die Hälfte zu Essen bräuchte.
Aber irgendwo ist für mich ein Maß erreicht, wo ich sage, es muss noch Spaß machen das Ganze. Das heißt also, wenn ich jetzt einen guten Salat esse oder wenn ich einen guten Schinken habe oder es gibt ja immer so Besonderheiten oftmals, wo man sagt „Oh das ist jetzt ein feiner Parmaschinken oder so, den kriegst du ja oh ganz selten und wenn, dann ist er bei uns schweineteuer“. Als wir jetzt in Italien waren, haben wir gesagt, „Oh da kostet er bloß einen Euro“, da sage ich „Ja da esse ich nicht drei Scheiben“, weil ich auf mein Gewicht [achte], das mich dann schon wieder einengt in meiner persönlichen Freiheit, dann sage ich: „Nee, essen wir halt mal 200 Gramm, was soll der Geiz?“ Und wenn es denn so muss und ich passe nicht mehr in meine Hosen, dann stellen wir mal wieder ein Hebel um und dann gibt es eben, ich weiß, dass es dann wieder Karottengemüse gibt, Bier lasse ich halt mal aus und fahre dann mal ein bisschen mehr Fahrrad dafür. Also das Niveau, mein Gewicht so zu halten, das ist für mich in Ordnung und ich fühle mich eigentlich so wohl.

Roland Neuner
Das Interview wurde am 07.07.2011 geführt.

Roland Neuner ist 50 Jahre alt. Im Alter von 45 Jahren erlitt er nach einer Sportverletzung eine Lungenembolie, die bei Ihm zu Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern führte. Während seines Krankenhausaufenthalts beendete er das Rauchen. Er versucht im alltäglichen Leben Stress zu vermeiden und besucht regelmäßig eine Herzsportgruppe.

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