Patientenbeitrag

Gerhard Möhring erkennt nun eigene Grenzen an



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Ja gut, ein Infarkt und den müssen wir jetzt versuchen einzudämmen, dass da nichts weiter in Erscheinung tritt. Und dann wurden eben die Sportmaßnahmen bei der Reha durchgeführt. Und dann war das erledigt. Dann mussten Sie eben ihr Leben demnach ausrichten und mussten sagen: „Gut, okay. Das ist so. Und jetzt muss ich versuchen irgendwas daraus zu machen.“ Auch gerade jetzt mit den Sportmaßnahmen oder irgendwas, Sie dürfen sich ja nicht bis ins Unendliche belasten. Das ist das Problem. Und man hat es gemerkt. Es ist so, dass man den Körper auf keinen Fall überanspruchen soll. Man will es. Man will es. Man stellt sich hin und sagt, „jetzt mache ich das“. Wie gesagt, bei Gartentätigkeiten fordert man sich selber und merkt dann plötzlich ruckartig die Grenze. Für manch einen kann das schon zu spät sein. Sie denken dann zum Beispiel: „Jetzt muss ich das machen. Das muss passieren heute.“ Und dann machen Sie das. Sie quälen sich dort einen ab. Und dann meinetwegen als Beispiel, müssen Sie da eine Fläche umgraben oder was und teilweise kennt man keine Grenzen, weil man sich das vorgenommen hat. Weil man gesagt hat, „das muss heute passieren und das muss ich machen“. Und das kann verheerende Folgen haben. Es wurde also eine Regel geschaffen, wo man sagt: „Bis dahin und dann ist Stopp. Dann ist gut.“ Zum Beispiel beim Stufen steigen: Stufen steigen wird gefördert, aufgrund dessen, dass das Herz arbeiten muss, man soll es aber nicht übertreiben. Wenn Sie jetzt einkaufen gegangen sind, dann hat man gesagt: „Also passen Sie auf. Keine 20 Kilo nehmen. Dann nehmen Sie bloß fünf Kilo. Das bekommt Ihnen auf jeden Fall besser.“

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 29.02.2012 geführt.

Gerhard Möhring ist 62 Jahre alt. Vor 9 Jahren erlitt er einen schweren Herzinfarkt, auf den drei Jahre später ein weiterer folgte. Daneben kämpft Gerhard Möhring seit 9 Jahren mit einer Krebserkrankung und Diabetes. Aufgrund seiner Erkrankungen wurde er frühberentet. Einmal wöchentlich nimmt Gerhard Möhring an einer Herzsportgruppe teil. Um sich darüber hinaus zu regelmäßiger Bewegung zu zwingen, fährt er jede Nacht Zeitungen mit dem Fahrrad aus. Auch sein Gewicht hat Gerhard Möhring deutlich reduziert. Er isst heute weniger und kalorienärmer.

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