Patientenbeitrag

Am Herzsport schätzt Hartmut Schwella vor allem die Gemeinschaft



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Sehr wichtig ist auch dann Herzsport zu machen, weil da viele Betroffene sind. Und es ist schön, wenn man zusammen ist. Wir sitzen ja auch nicht nur da. Wir machen Bowling und alles. Und da kommt man zusammen mit Gleichgesinnten. Das ist irgendwo eine wichtige Sache, dass man nicht alleine ist. Dass man sich austauschen kann und merkt, „naja du bist ja nicht alleine“.
Manche freuen sich, „Mensch du bist auch wieder da“ und so. Also die achten drauf, die sind mehr so ein sozialer Typ. Ich bin gerne da, einfach weil es sind skurrile Typen verrückt, irre, jeder auf seine Art irgendwie, aber liebenswert. Das zeichnet alle irgendwie aus. Und wir machen ja viel mit einem Partner, und dann merkt man erst durch diese Partner, dass man miteinander doch irgendwie Blutsbrüder sind. Ich will das mal so nennen. Für mich gibt es einfach das Gefühl, man gehört irgendwie dazu und die Bewegung tut gut. Also ich langweile mich nicht und ich gehe auch nicht desinteressiert hin. Dass man seinen Puls nun angibt, das ist für mich ok, Begleiterscheinung. Aber man trifft Bekannte. Man weiß auch schon ein bisschen privat voneinander. Also Kleinigkeiten. Wie ist es zu deiner Erkrankung gekommen oder so. Und dann hört man Schicksale anderer und sagt sich, „hm, bei mir war es anders“. Und: „Ach, so geht es also auch.“ Das ist auch interessant für einen selber. Man kann sich so ein bisschen einschätzen, wo stehe ich denn nun eigentlich in dieser Situation. Das hat den Vorteil.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 29.11.2011 geführt.

Hartmut Schwella ist 55 Jahre alt. Mit 54 Jahren wurden ihm mehrere Bypässe operiert. Seitdem hat er sein Arbeitspensum stark reduziert, seine Ernährung umgestellt und nimmt regelmäßig an einer Herzsportgruppe teil.

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