Patientenbeitrag

Gerhard Möhring weiß, dass das Bisschen Bewegung im Alltag nicht die Herzsportgruppe ersetzen kann



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Alleine machen Sie doch nichts. Man muss auch sich gegenüber ehrlich sein. Wenn ich hier zu Hause in der Wohnung bin, was mache ich da für einen Sport? Wenn die Frau sagt – sie geht auch in eine Sportgruppe – wenn sie nach Hause kommt und sagt, „Komm, wir machen mal jetzt“ – na hallo, da bleib ich doch im Sessel sitzen! „Du kannst mir das mal zeigen, wie das geht, aber doch nicht mehr.“ Das machen Sie nicht. Es ist eigenartig, aber Sie machen das nicht. Der Anreiz ist nur da, wenn sie in so einer Gruppe drin sind und auf Deutsch gesagt, es hampelt jeder mit. Das geht automatisch. Sie sind da drinnen und dann wird das mitgemacht. Zu Hause, ach um Himmels willen, da sagt man, „gut, ich mache das und ich mache jenes oder ich gehe in meinen Garten und grabe da mit dem Spaten ein bisschen um und so weiter“. Aber das ist doch aber nicht der Ausgleich, den man braucht. Also der komplette Ausgleich ist es nicht. Es ist ein bisschen Beschäftigung. Aber der Ausgleich selber ist es nicht. Also ich gehe mit der Frau am Wochenende durch die Stadt spazieren. Man hat hier nicht so viele Möglichkeiten. Und ansonsten, wie gesagt, über die Sommermonate von früh bis abends im Garten. Da läuft dann das ganze Leben so ab und dort belastet man sich auch. Aber es ist nicht das Gleiche. Es ist nicht das Gleiche wie wenn Sie Sport machen. Da machen sie ihren Trott und setzen sich in den Garten. Dann trinken Sie ihren Kaffee oder machen Ihr Mittag. Ab und zu versucht man auch mal so ein kleines Mittagsnickerchen zu machen. Es ist schön, aber es ist nicht vergleichbar.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 29.02.2012 geführt.

Gerhard Möhring ist 62 Jahre alt. Vor 9 Jahren erlitt er einen schweren Herzinfarkt, auf den drei Jahre später ein weiterer folgte. Daneben kämpft Gerhard Möhring seit 9 Jahren mit einer Krebserkrankung und Diabetes. Aufgrund seiner Erkrankungen wurde er frühberentet. Einmal wöchentlich nimmt Gerhard Möhring an einer Herzsportgruppe teil. Um sich darüber hinaus zu regelmäßiger Bewegung zu zwingen, fährt er jede Nacht Zeitungen mit dem Fahrrad aus. Auch sein Gewicht hat Gerhard Möhring deutlich reduziert. Er isst heute weniger und kalorienärmer.

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