Patientenbeitrag

Durch einen Kochkurs und den Austausch von Rezepten versucht Rainer Knopp seine Ernährungsumstellung zu meistern



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Da ich sehr lange schon für den inneren Ausgleich sorge oder den Blick dafür habe, war mir der größte Schwerpunkt nach meiner Erkrankung eher, an der Ernährung zu arbeiten. Also wirklich Arbeit. Das merke ich auch heute noch, dass ich schon bemüht bin, die gesunden Sachen auch zu essen, aber trotzdem fällt mal wieder eine Scheibe Käse an und solche Geschichten. Mir ist es wichtig, über diese Ornish-Gruppe in diesem Austausch zu sein und immer wieder den Blickwinkel in Richtung Ernährung zu schieben. Wobei das der schwierigste Punkt für mich ist, muss ich ganz ehrlich sagen. Also die Ernährung komplett umzustellen, fällt mir schon sehr schwer. Das geht, [aber]… Was ich auch sehr schön finde, dass meine Partnerin da komplett mitzieht, also auch sagt: „Ja, ich ernähre mich genauso und möchte das auch.“ Weil es ihr gut tut, auch wenn sie keine Herzproblematik hat. Aber das ist natürlich auch nochmal sehr unterstützend und sehr hilfreich.

Also Fleisch kann ich wirklich gut beiseitelassen, das merke ich schon. Manches ist gewöhnungsbedürftig. Aber wir haben ja auch mal an einem Samstag einen Kochkurs gemacht nach dieser Ernährung nach Dean Ornish und da gab es so fantastische Sachen, so leckere Sachen zu essen und das hat mich komplett überzeugt. Ich glaube, dass die Würze an dem Essen das ist, was wir noch nicht so ganz raus haben und was wirklich zu lernen ist. zu lernen ist. Also ich kann mittlerweile viele Frauen verstehen, die dann immer gerne Rezepte austauschen, das machen wir jetzt auch. Und es gibt von dem Wellness-Verband auch ein großes Rezeptebuch – über 200 Mahlzeiten. Wir probieren immer mal einiges daraus und das schmeckt einfach gut. Also zwar auch immer noch in der Erprobungsphase, weil manches schmeckt, manches nicht so gut, aber im Großen und Ganzen wissen wir einfach, dass es eine reine Gewöhnungsgeschichte ist. Und da sind wir jetzt bei.

Rainer Knopp
Das Interview wurde am 02.05.2012 geführt.

Rainer Knopp ist 52 Jahre alt. Vor fünf Jahren wurden ihm zwei Stents gesetzt. Daraufhin setzte sich Rainer Knopp intensiv mit der Erkrankung auseinander und stieß auf das Therapie-Konzept von Dean Ornish. In Anlehnung an die Ornish-Therapie hat Rainer Knopp seine Ernährung auf fettarme, vegetarische Kost umgestellt, trifft sich regelmäßig mit anderen Patienten in einer Selbsthilfegruppe und geht mit seiner Partnerin ins Fitnessstudio. Durch tägliche Meditation und Atemtechniken gleicht Rainer Knopp Stress aus und arbeitet daran, gelassener zu werden.

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