Patientenbeitrag

Um seine Lebensstilveränderung konsequent beizubehalten, führt Kurt Hoffmann sich immer wieder die positiven Effekte vor Augen



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Mir ist auch sehr wichtig, dass ich weiterhin Motorrad fahren kann. Und das können Sie nur, wenn Sie fit sind. Also im Kopf und auch im Körper. Dann das Nächste ist generell der Erhalt der Lebensqualität und Lebensfreude. Ich habe mir vorgenommen, das zu machen und ich weiß, dass es im Leben nur funktionieren kann, wenn sie etwas erreichen wollen und sich dafür 100-prozentig einsetzen. So halb funktioniert nicht. Das geht nicht. Also mir würde es auch schwer fallen. Wenn ich einmal so anfange – also wenn der Arzt sagt, „Also mit dem Cholesterin, essen Sie doch ein bisschen weniger Fett.“ Das wird nie im Leben etwas. Das kann einfach nichts werden. Sie müssen dann schon irgendwo konsequent sein. Aber um so konsequent sein zu können, müssen Sie natürlich auch eine Belohnung haben. In der Gestalt, dass sie entweder genau sehen, „Mensch, das erreiche ich jetzt damit“ oder indem sie andere Dinge machen, die Sie genießen und auf die Sie sich freuen können. Man darf nicht nur das Negative sehen. Man muss auch das Positive sehen. Im Leben gibt es nicht immer nur etwas Positives, dessen muss man sich schon bewusst werden. In der Anfangsphase habe ich oft daran gedacht, „das tut dir jetzt gut. Du weißt, das bringt dich vorwärts.“ Da hätte ich dann sofort ein schlechtes Gewissen gehabt. Wie früher nach dem Essen, wenn man manchmal sagt, „Ja, du müsstest eigentlich abnehmen. Jetzt hast du aber etwas gegessen und das bewirkt genau das Gegenteil. Warum machst du das eigentlich?“ Man ärgert sich einerseits über sich selbst und dann tut man so etwas. Das ist doch völlig unlogisch, also wieso? Gut, es funktionieren im menschlichen Leben nicht alle Dinge ganz logisch, aber da hatte ich wirklich auch ein bisschen den Druck, „Also wenn du jetzt nicht etwas tust, dann könnte das wirklich fatale Folgen haben.“ Und dieser Druck hat mich dann angetrieben. Das habe ich dann, nicht mit Freude, aber ohne Murren getan, sagen wir mal so. Ich war sozusagen auch erleichtert, wenn ich da ankam. Ich konnte mit gutem Gewissen am Abend sagen, „Okay, du hast deine selbst gestellte Aufgabe erfüllt.“ Das hat mich motiviert.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 26.03.2012 geführt.

Kurt Hoffmann ist 76 Jahre alt. Vor über 15 Jahren wurden bei ihm mehrere Stenosen festgestellt. Aufgrund seiner umgehenden Lebensstilveränderung bildeten sich Kollaterale, sodass Kurt Hoffmann eine Dilatation vermeiden konnte. In seiner Lebensstilveränderung orientiert sich Kurt Hoffmann an den Regeln von Dean Ornish. Dies beinhaltet eine streng fettarme, vegetarische Ernährung und täglich mindestens eine halbe Stunde Bewegung.

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