Patientenbeitrag

Meditation ist für Johann Raschke zu einem wichtigen Ruhepol geworden



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Meditieren heißt, du musst dich voll auf dich konzentrieren. Du musst dich entleeren. Du musst dich entleeren. Es gibt auch Menschen, da könnte ich mir durchaus vorstellen, sagen wir mal, die so ein Gleichklang der Gefühle haben. Die so leben wie ein Fluss fließt, würde ich sagen. Und dann gibt es eben Menschen, da sind große Steine in dem Flussbett. Da sind Knicke. Da sind Staumauern und dazu gehöre im Grunde auch ich. Aber dann sitze ich da… Aber ich habe auch schon festgestellt, wenn ich mich hinsetze, da gibt es durchaus Situationen, dass ich nicht schaffe zu meditieren. Da schaffe ich das nicht. Da ist mein Kopf zu unruhig. Da muss ich erst mal Yoga machen. Wenn du dich auf die Yogaübungen konzentrierst, dann kannst du dir nicht noch Gedanken machen, „Moment, was war jetzt mit deinem Nachbarn?“ oder „Warum hat der Hund auf deine Wiese gekackt?“ Da musst du dich einfach konzentrieren. Und dann in der Folge kann ich meditieren. Also ich kann zwar immer Yoga machen, ich kann auch immer Jacobsen machen, aber ich kann nicht immer meditieren. Das kann eine Erfahrung sein, die nur für mich gilt. Ich weiß nicht, wie es bei anderen ist. Aber manchmal dreht sich das Rädchen zu schnell für eine Meditation. Das nützt nichts, wenn ich mir ein wundes Steißbein hole, da eine Stunde sitze und immer noch unruhig bin. Deswegen Meditation nie mit Gewalt, nie mit „ich muss“. Da kommen wir wieder auf das Thema: „Ich will“, ja, „ich darf“. Ich würde sogar sagen „ich darf“.

Johann Raschke
Das Interview wurde am 22.03.2012 geführt.

Johann Raschke ist 71 Jahre alt. Vor fast 20 Jahren hatte er einen Herzinfarkt. Als vor 5 Jahren bei Johann Raschke Kammerflimmern auftratt, wurde ihm ein Defibrillator eingesetzt. Johann Raschke hat seinen Lebensstil nach der Ornish-Therapie umgestellt, d.h. er ernährt sich weitestgehend vegetarisch und fettarm, nimmt an einer Ornish-Gruppe teil und macht täglich Yoga.

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