Patientenbeitrag

Für Friedrich Roth stellte die offene Ansprache seiner Probleme eine große Hürde dar



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Es ging eigentlich da rum, dass man sich unterhalten konnte über die Krankheit, über Probleme, über Stress, über all die Dinge, die damit zusammen hängen. Da hat auch jeder sein Kommentar abgegeben. Und einer, das hat mir auch gut gefallen, der sagte, er wäre mal in einer Runde gewesen und da wurde dann am Anfang gefragt: „Wie geht es dir denn?“ – „Mir geht es gut.“ Dann wurde der nächste gefragt, dem ging es auch gut. Es wurden alle gefragt, denen ging es allen gut. Und er selber sagte: „Ich habe gesagt, mir geht es beschissen. Mir geht es nicht gut.“ Und dann sagten die anderen: „Ja, so gut geht es uns auch nicht.“ Also es besteht auch eine gewisse Hemmschwelle über das was einen bedrückt frei zu reden. Das lernt man aber da auch, dass das alles Leute sind, die nicht da drüber reden, wenn sie nach Hause kommen, sondern dass das in dem Kreis bleibt, dass man eben ruhig aussprechen kann was einen bedrückt. Das fand ich also sehr gut. Man hat ja anfangs noch gewisse Ängste: „Was kann ich jetzt tun?, Was kann mir noch passieren? Wie sieht das denn aus?“

Friedrich Roth
Das Interview wurde am 22.03.2012 geführt.

Friedrich Roth ist 70 Jahre alt. 1995 erlitt er einen Herzinfarkt. Seitdem ernährt er sich nach der Ornish-Diät, fährt bei gutem Wetter alle Wege mit dem Rad und macht täglich Yoga. Auf diese Weise hat er 20 kg abgenommen. Obwohl er seinen Lebensstil so grundlegend änderte, mussten ihm 2007 vier Bypässe gelegt werden. Die Ärzte bescheinigtem ihm jedoch, dass seine neue Lebensweise ihm vermutlich das Leben gerettet hat.

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