Patientenbeitrag

Mithilfe eines Nikotinpflasters und gezielten Belohnungen hat Ronald Dietrich geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören



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Ich habe dann mich mit der Theorie der Sucht beschäftigt, habe dann mir Lektüre gekauft, und habe dann Nicotinell gekauft. Ich habe mit meiner Hausärztin noch mal gesprochen, habe der gesagt: „Ich habe eigentlich ernsthaft vor, aufzuhören.“ Und da hat sie gesagt: „Da versuchen Sie es doch einfach mal mit dem Nicotinell.“ Angeblich sind da Wirkstoffe drin, die dem Körper vorgaukeln, dass da noch Nikotin dem zu Körper zugeführt wird, damit die Entzugserscheinungen nicht so krass sind. Und dann habe ich das nochmal gelesen, wie man denn über den Tag kommt und wie man dann auch versuchen sollte, sich auch zu belohnen, indem man dann einfach mal irgendwann abends sagt: „Jetzt hast du schon den zweiten oder den dritten oder den vierten Tag geschafft. Jetzt hast du ja schon 10 Mark gespart.“ Das war, wie schon gesagt, noch zu Mark-Zeiten. Und für die 10 Mark kann man ja auch mal schön Essen gehen. Das Belohnungssystem habe ich mir dann einfallen lassen: „Was könnte man denn mit dem eingesparten Geld machen?“ Ich habe es dann wirklich auch die erste Zeit konsequent beiseite gelegt. Nach sechs Monaten dann war das ein schöner Betrag. Dass ich also mir nicht hier die Schubläden voll Schokolade geschoben habe, sondern das Geld wirklich beiseite gelassen habe, gesammelt habe und dann dafür sind wir dann eben mal Essen gegangen. Oder dafür sind wir eben mal weggefahren, da habe ich eben für die Strapazen, die meine Frau mit mir durchhatte, dafür sind wir dann einmal vier Tage nach Thüringen gefahren. Da habe ich gesagt: „So das das Geld nehmen wir jetzt, was ich nicht mehr verrauche, und aus Dankbarkeit, was du alles so durchgemacht hast mit mir, fahren wir eben mal vier Tage in ein Hotel.“ Wichtig ist für mich eigentlich im Nachhinein, zu wissen, dass man das packen kann.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 02.07.2012 geführt.

Ronald Dietrich ist 69 Jahre alt. Vor etwa 10 Jahren wurden ihm zwei Bypässe gelegt und eine neue Herzklappe eingesetzt. Daraufhin hat Ronald Dietrich das Rauchen aufgehört und sich bei einem Gesundheitssportverein angemeldet und spielt seitdem zweimal pro Woche mit anderen Herzpatienten Volleyball. Auch bei der Ernährung hat der heute 69-Jährige einiges verändert: Ronald Dietrich isst mittlerweile fett- und fleischärmer, trinkt keinen Alkohol mehr und isst regelmäßig Fisch.

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