Patientenbeitrag

Kurt Hoffmann nutzt das Angebot der Reha-Maßnahme, obwohl ihm die festen Termine nicht zusagen, um Übungen für zuhause zu lernen



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Ich gehe momentan zu einer Reha-Maßnahme, die mein Hausarzt mir empfohlen hat. Weil er meinte, „Ihre Fitness ist doch generell gut, aber tun Sie trotzdem noch etwas für die persönliche Beweglichkeit“. Das merke ich auch selbst, dass es mir gut tut. Das Einzige, was mich momentan an dieser Rehamaßnahme etwas abschreckt – da habe ich mich fast überreden lassen, das ist zweimal die Woche. Aber was mich wirklich stört daran, ist dass ich dann morgens zu einem bestimmten Termin da sein muss. Ich habe in meinem Berufsleben über 40 Jahre laufend Termine gehabt, wo ich dann präzise und pünktlich da sein musste, weil der Kunde das so wünschte. Und ich habe mir dann vorgenommen, „so, wenn du in Rente gehst, dann ist das definitiv vorbei, dann entscheidest du deine Termine alleine“. Ich will mir damit auch, ein bisschen salopp gesagt, den Stress vom Hals halten, weil ich das einfach nicht möchte. Wenn ich solche Dinge machen will, also meine Glieder bewegen will, dann kann ich das natürlich, wenn ich das ein Jahr da trainiert habe, auch zu Hause machen. Und ich weiß auch, wenn ich mir das wirklich vornehme, dann funktioniert das, weil ich weiß, „das musst du machen, das fehlt dir“. Also dann kommt da ein Medizinball her und man macht dazu ein paar Übungen. Das ist das Einzige, was mich daran momentan ein bisschen stört: Ein fixer Termin. Genauso wie ich nie auf die Idee komme, mit dem Auto in ein Fitnessstudio zu fahren. Das halte ich eigentlich für widersinnig. Was muss ich mich da betätigen? Da schwinge ich mich doch gleich auf das Fahrrad und bewege mich. Das heißt nicht, dass ich es dann nicht schaffe und dann sage, „naja gut, also morgen“. Wenn ich mir vornehme, das zweimal zu machen, dann funktioniert das auch. Dann mache ich das hier oder kann das oben machen. Diese Bewegung kann ich dann machen, wie ich lustig bin.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 26.03.2012 geführt.

Kurt Hoffmann ist 76 Jahre alt. Vor über 15 Jahren wurden bei ihm mehrere Stenosen festgestellt. Aufgrund seiner umgehenden Lebensstilveränderung bildeten sich Kollaterale, sodass Kurt Hoffmann eine Dilatation vermeiden konnte. In seiner Lebensstilveränderung orientiert sich Kurt Hoffmann an den Regeln von Dean Ornish. Dies beinhaltet eine streng fettarme, vegetarische Ernährung und täglich mindestens eine halbe Stunde Bewegung.

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