Patientenbeitrag

Anne Haupt wählt den Sport entsprechend des Spaßfaktors und ihrer körperlichen Möglichkeiten aus



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Man muss seinen Sport finden. Es muss nämlich Spaß machen. Ich habe noch nie gejoggt. Ich habe das mal versucht, habe aber nie die Luft dafür gehabt. Ich bin immer gleich außer Atem gewesen. Das fand ich also nie so prickelnd. Aber Spazieren gegangen bin ich eigentlich schon immer gerne, ich habe es nur nicht gemacht. Jeder muss für sich gucken, „Was mache ich denn gerne? Was macht mir denn Spaß?“, damit der Widerstand, wenn man das also nicht so gewohnt ist in dieser Regelmäßigkeit, möglichst gering ist. Der eine geht vielleicht gerne Schwimmen., das ist für Herzpatienten sehr gut. Das Laufen, das Fahrrad fahren, das ist auch ein Sport, den ich jetzt gar nicht erwähnt habe. Das ist für mich jetzt nicht so günstig, weil ich auf dem Berg wohne. Runter geht natürlich fantastisch, aber wie komme ich wieder hoch? Inzwischen haben wir einen Fahrradgepäckträger, damit kann ich dann runter in die Flusstäler fahren und da kann man natürlich wunderschön Fahrrad fahren. Also Fahrrad fahren geht noch über das Laufen vom Glücksgefühl und vom Spaßfaktor her. Das sind meine zwei Sportarten, also zügiges Gehen und Fahrrad fahren. Das ist wichtig. Da sollte aber jeder gucken, „was macht mir Spaß?“ und das, angepasst an die eigene Erkrankung, versuchen in eine Regelmäßigkeit zu bringen.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 26.04.2012 geführt.

Anne Haupt ist 59 Jahre alt. Aufgrund einer familiären Vorbelastung ließ Anne Haupt vor acht Jahren ihr Herz untersuchen – eine KHK wurde festgestellt und drei Bypässe gesetzt. Bis dahin ein Bewegungsmuffel, fing Anne Haupt aufgrund der Diagnose an, regelmäßig Sport zu treiben und sich nach den fettarmen und vegetarischen Empfehlungen von Dean Ornish zu ernähren. Außerdem reduzierte sie deutlich Stress in ihrem Leben: Sie wurde früh berentet, machte eine Psychotherapie und arbeitet daran, sich die Probleme anderer nicht mehr zu sehr zu Herzen zu nehmen.

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