Patientenbeitrag

Durch die Gespräche mit anderen Betroffenen in der Herzsportgruppe konnte Otto Remmler viele Ängste abbauen


Dass ich dann in diese Gruppe gekommen bin und ich zwar neu war, aber dann auch gesehen habe, Mensch, da sind ja doch so viele andere. Das waren halt diese Gespräche, die mich dann positiv in der Form beeinflusst haben. Und zu sehen, dass es Älteren, die schon länger erkrankt waren, nach dieser sportlichen Betätigung auch immer wieder besser ging. Das war halt das Positive aus so einer Gruppe mitzunehmen. Nicht nur Trübsal blasen, sondern halt dann auch aktiv damit umzugehen.
Auch sich über Situationen zu unterhalten, die auch dann letztendlich vom Herzen her kamen. Und auch vielleicht andere zu beruhigen, die halt die Probleme hatten, dass sie sagen, „Mensch, ich trau mich nicht“. Da hat man halt diese Gespräche mit denen geführt und das war an und für sich meistens positiv.

Ich habe gemerkt, dass in so einer Gemeinschaft die Leute eher aufeinander zugehen, weil sie genau wissen, wer da hinkommt, der hat das gleiche Problem, was ich auch habe. Und da unterhält man sich wesentlich eher auch über solche Sachen als irgendwo anders. Die kommen da hin und merken: Hier bin ich gut aufgehoben. Hier werde ich gut betreut.

Es bilden sich da auch schon gewisse Freundschaften raus. Nicht nur unter den Übungsleitern, sondern letztendlich auch mit den Gruppenmitgliedern. Weil man auch zusammen einige Sachen im Jahr unternimmt. Nicht nur, dass man sich den Montag sieht, sondern, dass man auch dann sagt, „Mensch, kannst du mal wieder helfen bei der Vorbereitung für die Feier? Kannst du einen Salat machen?“ Und solche Geschichten. Der Lebensmittelpunkt ist ein bisschen mehr in den Bereich Sport rein gerutscht. Für mich zumindest.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 03.02.2012 geführt.

Otto Remmler ist 65 Jahre alt. In den letzten 25 Jahren hatte er zwei Herzinfarkte und immer wieder akute Herzprobleme. Nach einem Burnout und einer Psychotherapie wurde Otto Remmler vor acht Jahren frühberentet. Als Ersatz für die fehlenden Herausforderungen im Arbeitsleben ist Otto Remmler seit einigen Jahren Übungsleiter in mehreren Koronar- und Lungensportgruppen. Neben dem regelmäßigen Herzsport hält Otto Remmler seine tägliche Gymnastik, die „5 Tibeter“ beweglich und gesund.

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