Patientenbeitrag

Nach der Reha wurde Hartmut Schwella bewusst, wie viel er früher gearbeitet hat



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Es war bewusste Motivation zu sagen, „nichts ist, jetzt lässt du mal das und das sein“. Richtig drastisch habe ich das gemerkt nach der Reha. Die war ja im Februar, da war ich dann ab März zu Hause. Und bin ab Juni, Juli so laut Hamburger Modell vier Stunden, sechs Stunden und August Vollzeit arbeiten gegangen. Und da haben mir die Kollegen gesagt: „Du gehst nicht in die Anlage, du räumst erstmal dein Büro auf. Da hat sich soviel angesammelt. Nicht, wo du nicht da warst, sondern vorher schon. Das musst du erstmal sichten und gucken, wie du das hier in die Reihe kriegst.“ Und da habe ich mich erschrocken! „Das hast du alles angenommen? So einen Stapel von Aufträgen und Programmierarbeiten! Und wann willst du denn das eigentlich machen? Du hast doch, du hast ja nur im Stress gelebt.“ Da ist mir das erst bewusst geworden.
Man muss das nicht mitmachen. Das spürt man erst dann, wenn einem das erstmal bewusst wird, „Mensch was hast du denn da alles auf dem Tisch gehabt? Das ist ja unnormal“. Jetzt mein Schreibtisch sieht ganz anders aus. Vor allen Dingen, man hat auch Zeit, einen Auftrag vernünftig zu bearbeiten und macht keine Fehler dabei. Nicht, also das ist wirklich, das kommt dann bei raus. Man fühlt sich auch wohler dabei.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 29.11.2011 geführt.

Hartmut Schwella ist 55 Jahre alt. Mit 54 Jahren wurden ihm mehrere Bypässe operiert. Seitdem hat er sein Arbeitspensum stark reduziert, seine Ernährung umgestellt und nimmt regelmäßig an einer Herzsportgruppe teil.

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