Patientenbeitrag

Uwe Siebert hat gelernt, in Konflikten ruhiger zu bleiben und sich nicht mehr über jede Kleinigkeit aufzuregen



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Umdrehen, weggehen und eine ruhige Ecke suchen. Abschalten, sagen „okay, jetzt für dich alleine“ und gehen. Und wenn noch welche mit dabei stehen – „Reg dich halt nicht auf. Geh weiter. Ja dann lass sie machen“. Dann dreh ich mich um und gehe da weg von der Unterhaltung. Dann gucken die mich an – „tschüss, ich komm bald wieder“ und dann gehe ich eben nach zehn Minuten wieder hin und dann ist das ruhiger. „Was war denn?“ – ich sage, „das und das“, das sage ich denen dann auch mitten ins Gesicht. Dann gucken die mich an, „früher ist er ausgeflippt“, sagen dann welche. „Was?“ – „Früher ist er ausgeflippt, heute ist er ruhig.“ Ich sage; „Naja, ich habe euch das gesagt, das und das.“ Oder wenn irgendwas kaputt war, da war ich „was kostet die Welt!?“, aber jetzt… Man muss sich Gedanken machen und dann geht das schon alles. Und wenn es einen Tag länger dauert, dann dauert es ein Tag länger.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 07.02.2011 geführt.

Uwe Siebert ist 43 Jahre alt. Im Jahr 2009 erlitt er zwei Herzinfarkte. 2010 wurden ihm 5 Stents eingesetzt. Seinen körperlich anspruchsvollen Beruf in der Baubranche kann er seitdem nicht mehr ausüben. Damit umzugehen musste er erst lernen. Er hat seine Ernährung umgestellt und bewegt sich regelmäßig. Insgesamt hat er dadurch 14 kg abgenommen. Stress vermeidet er heute.

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