Patientenbeitrag

Johann Raschke gibt für das eigene Wohlbefinden teilweise seinem inneren Schweinehund nach



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Ach ja, das ist doch mit das Schönste, was ein Mensch mit sich rumtragen kann. Ja, klar kenne ich den. Klar. Der innere Schweinehund, der ist etwas Schönes, Gott sei Dank gibt es den. Der zeigt sich schon mal darin, dass wir eine Flasche Wein aufmachen und sie ein Glas trinkt und ich ein Glas trinke. Also das ist relativ einfach: 0,75 geteilt durch zwei, das wird problematisch, das geht schlecht auf. Also nehmen wir zwei Mal ein Viertel und der eine bekommt das zweite Viertel. Das ist der innere Schweinehund, der sagt, „Moment mal, du hast ja mehr Gewicht als deine Frau, das steht dir ja schon gewichtsmäßig zu“. Das ist der innere Schweinehund, dem ich dann nachgebe. Im Grunde ist das nicht richtig. Das ist einfach nicht richtig. Das ist nicht richtig. Oder Eis, ich sage zu meiner Frau, „jetzt ein leckeres Eis“. Das ist also nicht so, dass sie nicht weiß, wie gut das schmeckt, aber sie sagt dann, „nein, ich möchte nicht, ich habe vorhin schon ein Marzipanei gegessen“ oder so etwas in der Richtung. Aber das dann einfach zu sagen, „Gut, lass den Schweinehund kommen, aber jetzt isst du mal ein Eis“. Das muss nicht jeden Tag sein, aber ich möchte mir die Möglichkeit nicht nehmen, meinem inneren Schweinehund nachzugeben. Das ist doch ein Mensch. Du bist doch nur ein Mensch. Du bist keine Maschine.

Johann Raschke
Das Interview wurde am 22.03.2012 geführt.

Johann Raschke ist 71 Jahre alt. Vor fast 20 Jahren hatte er einen Herzinfarkt. Als vor 5 Jahren bei Johann Raschke Kammerflimmern auftratt, wurde ihm ein Defibrillator eingesetzt. Johann Raschke hat seinen Lebensstil nach der Ornish-Therapie umgestellt, d.h. er ernährt sich weitestgehend vegetarisch und fettarm, nimmt an einer Ornish-Gruppe teil und macht täglich Yoga.

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