Patientenbeitrag

Bei Essenseinladungen isst Robert Lorenz bereits vorher zu Hause und nimmt dann nur eine Kleinigkeit zu sich


Aber es hat schon Folgen insofern, als dass die Zahl der Einladungen automatisch sinkt. Und es ist auch irgendwo lästig, wenn man eingeladen wird, dann kommt immer garantiert eine Woche vorher schon dann der Anruf: „Du, was sollen wir zu Essen machen für dich? Was hättest du denn gerne und was könntest du essen?“ – „Ihr braucht gar nichts anders zu machen. Ich suche mir aus dem Programm, was ihr habt, schon das richtige aus, was für mich passt.“ Wenn nichts dabei ist, ja dann esse ich halt nichts. Das ist natürlich für den Gastgeber immer ein bisschen unangenehm. Aber ich habe damit kein Problem. Ich kriege auch einen Tag ohne Essen hin. Ich weiß ja, ich komme wieder heim. Dann kann ich mich wieder normal ernähren. Aber es führt nicht dazu, dass ich jetzt Schäufele oder Schweinebraten oder so etwas essen würde, wie es hier üblich ist. Mache ich also nicht. Es kommt also schon vor, dass ich, wenn ich weiß, „ach heute Abend gehen wir dort und dort hin“, dass ich vorher schon meine Portion esse. Wenn ich dort irgendwas finde – okay. Dadurch, dass mein Volumen größer ist, dessen was ich essen kann, kann ich immer noch etwas Kleines dazu essen.

Es ist eine Möglichkeit, dem so ein bisschen auszuweichen und sich dann trotzdem dort wohl zu fühlen, als dann hungrig zu sein. Nur es ist lästig, wenn dann immer die Fragen kommen: „Sag mal nicht doch Fisch und nicht das und nicht jenes?“ Und das ist lästig im Laufe der Zeit. Man will das ja den Menschen auch nicht zumuten. Die Situationen lassen sich alle noch so in den Griff kriegen, ohne irgendjemand total zu beleidigen oder ohne verhungern zu müssen. Irgendwie geht es dann schon.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 11.07.2012 geführt.

Robert Lorenz ist 71 Jahre alt. Vor zwei Jahren wurde bei ihm eine KHK festgestellt. Daraufhin wurden ihm drei Bypässe und später noch einmal zwei Stents gesetzt. Robert Lorenz orientiert sich in seiner Lebensstilveränderung an dem Programm von Dean Ornish und ernährt sich dementsprechend streng fettarm und vegetarisch. Er fährt regelmäßig Rad und macht täglich Herz-Yoga. Meditation und Progressive Muskelentspannung sorgen bei Robert Lorenz für den regelmäßigen Stressausgleich.

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