Patientenbeitrag

Aufgrund der erfolgreichen Lebensumstellung konnte Anne Haupt die Medikamenteneinnahme reduzieren



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Mein Kardiologe ist eigentlich immer sehr erfreut und gibt mir dann immer wirklich sehr positive Rückmeldung. Und sagte dann auch, also er ist immer wieder erstaunt wie sehr ich doch meine Medikamente zurückfahren konnte. Also zum Beispiel habe ich Bluthochdruck und konnte meine Blutdrucktabletten so zurückfahren, dass ich jetzt nur noch ein Viertel dessen nehme, was ich mal ursprünglich genommen hatte. Einen Cholesterinsenker brauche ich aufgrund meiner Ernährung überhaupt nicht. Das lasse ich natürlich immer über meinen Hausarzt sehr viel, also vierteljährlich kontrollieren. Ich habe also die Zielwerte, die verlangt werden. Und damit konnte ich also Medikamente sehr zurückfahren, was ganz in meinem Sinne ist. Das war mir sehr wichtig, dass ich da so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich nehme. Das hat etwas auch mit dieser chronischen Erkrankung zu tun. Ich weiß, dass ich diese Erkrankung mein Leben lang haben werde. Sie wird nicht ausheilen. Das heißt, ich muss auch ein Leben lang etwas dafür tun. Und wenn ich davon ausgehe, dass ich  eine normale Lebenserwartung erreiche, werde ich jetzt also auch Jahrzehnte mit dieser Krankheit leben. Und je mehr Medikamente und je länger ich die nehmen muss, desto größer werden diese Nebenwirkungseffekte sein. Also das ist einfach auch eine prophylaktische Geschichte, dass ich sage, „je weniger Medikamente du nehmen musst, desto später werden sich auch irgendwelche Nebenwirkungen auswirken“.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 26.04.2012 geführt.

Anne Haupt ist 59 Jahre alt. Aufgrund einer familiären Vorbelastung ließ Anne Haupt vor acht Jahren ihr Herz untersuchen – eine KHK wurde festgestellt und drei Bypässe gesetzt. Bis dahin ein Bewegungsmuffel, fing Anne Haupt aufgrund der Diagnose an, regelmäßig Sport zu treiben und sich nach den fettarmen und vegetarischen Empfehlungen von Dean Ornish zu ernähren. Außerdem reduzierte sie deutlich Stress in ihrem Leben: Sie wurde früh berentet, machte eine Psychotherapie und arbeitet daran, sich die Probleme anderer nicht mehr zu sehr zu Herzen zu nehmen.

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