Patientenbeitrag

Durch den Sport hat sich bei Günter Ostfeld die Angst vor einem weiteren Herzinfarkt abgebaut



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Ich weiß noch, als ich aus der Klinik entlassen wurde, das war ein Tag vor Weihnachten. Und wir mussten nochmal zu unserer, in [Ort] haben wir so ein Jahresgrundstück und wir wollten uns von da aus noch einen Tannenbaum holen. Als ich in den Wagen eingestiegen bin, da habe ich gezittert vor Angst. Ich kam aber gerade aus dem Krankenhaus und ich war so aufgeregt, wenn jetzt was passiert – das ist also noch nicht geschult genug gewesen. Es kann ja eigentlich nichts passieren, es ist ja überstanden. Aber man hat Angst. Und diese habe ich aber dann sehr schnell verloren, nachdem ich mit Sport angefangen habe.
Ja diese Angstgefühle, die weichen und das heißt, man fasst wieder Zutrauen zu dem, was man eigentlich vorher kannte, nicht mehr im gleichen Maße weiterführen kann, aber doch weiterführen kann, und dass man vor nichts Angst haben muss. Der akute Fall ist vorbei. Man ist behandelt worden, man kann wieder und man darf wieder. Das ist das Schöne. Aber man muss sich auch der Krankheit widmen, muss sagen „so“, die muss man annehmen, diese Erkrankung. Wenn ich da hadere und merke, „Mensch, also wenn ich da nur dran denke, dann werde ich schon wieder krank, da tut es hier weh, da weh“. Das das ist kein Thema mehr nach einigen Wochen schon. Wichtig, sehr wichtig. Der Erfolg ist einfach, dass man einfach kräftiger ist, mutiger ist und die Angst verloren hat vor dem, was eventuell kommen könnte.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 12.12.2011 geführt.

Günter Ostfeld ist 80 Jahre alt. Mit 53 Jahren hatte er einen Herzinfarkt, auf den bis heute mehrere Stents und Bypass-Operationen folgten. Seit dem Herzinfarkt nimmt Günter Ostfeld regelmäßig an einer Herzsportgruppe teil und hat sein Gewicht reduziert.

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