Patientenbeitrag

Am Anfang hat es Christoph Lange geholfen, sich von dem Druck zu lösen, was andere denken, und die Erkrankung als Herausforderung zu verstehen



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Es war keine Schwierigkeit, aber ich dachte: „Was denken andere? Werde ich jetzt ausgelacht?“ Das ist das Seltsame: „Was denken die anderen darüber?“ Da war immer so ein Rechtfertigungszwang in meiner Vorstellung: „Wie sage ich das?“ Ein anders Thema war: „Wie sage ich es meinem Kunden? Sage ich es dem oder sage ich es dem nicht? Muss ich das sagen? Muss ich die Wahrheit sagen oder doch nicht?“ All dieses „Was denken Dritte darüber, mit denen ich zu tun habe?“ Das ist natürlich Quatsch. Das sind wieder alte Stimmen, die einen zurückzerren. Das ist Unsinn, aber das war zumindest am Anfang so eine Vorstellung. Dann muss man einfach wirklich sachlich gucken: „Wie kriege ich das mit meiner Art und Weise, zu leben und zu arbeiten, hin? Wie kriege ich das unter einen Hut?“ Es ist gar nicht so einfach, sich Sachen zu überlegen, wie man das machen kann, um nicht zu schnell zu sagen: „Bei mir geht das nicht. Ich würde gerne, aber es geht  bei mir nicht.“ Das ist so eine Verführung. Man muss es als Herausforderung sehen: „Wie kriege ich das in Einklang mit?“

Christoph Lange
Das Interview wurde am 17.07.2012 geführt.

Christoph Lange ist 58 Jahre alt. Anfang 2010 erlitt er einen stummen Herzinfarkt, bei dem kaum Symptome auftreten, obwohl Blutgefäße weitgehend verschlossen sind. Daraufhin unterzog er sich einer OP und bekam Stents eingesetzt.

Die Erkrankung brachte ihn dazu, seinen Lebensstil zu überdenken. Er ernährt sich nach Ornish und hält sich durch tägliche Spaziergänge und kleine Tricks im Büroalltag in Bewegung. Um von seinem stressigen Beruf abzuschalten, betreibt er progressive Muskelentspannung und Yoga.

 

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