Patientenbeitrag

Christoph Lange beginnt den Tag mit einer Laufrunde um den See und wird stets für seine Überwindung mit Wohlgefühl belohnt



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Was ein Problem war, weil ich immer unterwegs bin – das ist das Paradoxe. Man bewegt sich nicht, weil man eigentlich nur vom Zug ins Hotel und wieder zurück geht. Ich habe dann tatsächlich bewusst angefangen, morgendlich meine Seerunde zu gehen. Bei mir in der Nähe ist ein See. Das reicht gerade so für ungefähr 30, 40 Minuten. Das heißt, ich stehe morgens auf und ziehe mich an und gehe einmal um den See. Also da nutze ich jede Gelegenheiten zur Bewegung.

Ich war sicherlich ein Bewegungsmuffel. Ich würde mich da nicht rausreden wollen. Natürlich sind die Umstände nicht optimal, aber eine halbe Stunde kann man immer rausgehen. Natürlich war ich ein Bewegungsmuffel und bin es im Endeffekt heute auch noch. Es ist schon eine Entscheidung, es zu machen und nicht im Bett liegen zu bleiben und gleich an den Frühstückstisch zu gehen, sondern eben die Runde zu machen. Es kostet manchmal Überwindung, wenn man frisch aus dem Bett kommt. Aber inzwischen… ich werde sofort belohnt, wenn ich rauskomme und die Nase sich öffnet und ich die Karnickel und die Enten und die Schwäne sehe. Das tut unmittelbar gut. Da ist sofort die Belohnung da.

Christoph Lange
Das Interview wurde am 17.07.2012 geführt.

Christoph Lange ist 58 Jahre alt. Anfang 2010 erlitt er einen stummen Herzinfarkt, bei dem kaum Symptome auftreten, obwohl Blutgefäße weitgehend verschlossen sind. Daraufhin unterzog er sich einer OP und bekam Stents eingesetzt.

Die Erkrankung brachte ihn dazu, seinen Lebensstil zu überdenken. Er ernährt sich nach Ornish und hält sich durch tägliche Spaziergänge und kleine Tricks im Büroalltag in Bewegung. Um von seinem stressigen Beruf abzuschalten, betreibt er progressive Muskelentspannung und Yoga.

 

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