Patientenbeitrag

Sein Hund ist für Helmut Röder die größte Hilfe zur Überwindung des „inneren Schweinehundes“



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Als mein Hund noch jünger war, sind wir also schon bis in der Spitze 25 km am Tag gelaufen, in zwei Etappen. Das heißt vormittags eine Runde und dann nachmittags nochmal quer durch die Wälder gestreift, intensive Bewegung. Und das hat mir, denke ich deutlich geholfen.

Der Mensch ist ja von Natur aus träge. Und da bin ich keine Ausnahme. Ich habe zwar die Notwendigkeit erkannt, aber man ist ja schnell versucht, wenn das Wetter mal nicht ganz so passt „Komm, heut bleibst du mal zu Hause, heut machst du mal nichts, legst mal einen Ruhetag ein“. Und ich wollte auch nicht allein unterwegs sein. Zu der Zeit war meine Frau noch berufstätig, also braucht man einen Kollegen und der beste Freund des Menschen ist nun mal ein Hund. Und ich hab mich im Freundeskreis umgehört, welche Rasse denn für mich auch geeignet wäre und wir haben uns dann ganz bewusst für einen Labrador entschieden, der einen sehr hohen Bewegungsbedarf hat und auch zum Bewegen animiert. Der stand dann vor mir, hat mich angeschaut mit seinen treuen Augen und da gibt es kein rührt euch. Da müssen Sie gehen, der gibt ja keine Ruhe, irgendwann nach einer Viertelstunde steht er wieder da.

Der guckt einen an und dann weiß man, raus mit dir, Couchzeit ist jetzt rum, jetzt gehen wir mal an die frische Luft. Ein gewisser Zwang ist da, ja, aber ich würde sagen ein angenehmer Zwang.

Helmut Röder
Das Interview wurde am 24.02.2011 geführt.

Helmut Röder ist 62 Jahre alt. Mit Mitte 40 hatte er einen Herzinfarkt und in den darauffolgenden Jahren mehrere Stent-Operationen. Er hat in Folge des Herzinfarktes seinen Beruf aufgegeben, das Rauchen aufgehört, sich einen Hund angeschafft und die Ernährung umgestellt.

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