Patientenbeitrag

Durch ein verändertes Ernährungsverhalten kann Andreas Engel heute fast auf Cholesterin senkende Medikament verzichten


Die klassische Schulmedizin, das ist für die heute state of the art, dass sie sagen: „Wenn der Cholesterin-Wert über dem Grenzwert von 200 liegt, dann muss ein Cholesterinsenker eben genommen werden, um die Werte runterzudrücken.“

Aber das Programm von Ornish ist ja genau ein anderer Ansatz, der sagt: „Wenn ich das Cholesterin erst gar nicht mit der Nahrung aufnehme, dann gibt es auch nichts zu senken, weil die sind dann eben gar nicht in den Arterien drin.“ Und es ist durchaus auch möglich, wenn das Programm stringent durchgeführt wird, die Cholesterin-Werte auf Werte bis 100 und auch unter 100 zu senken. Das heißt, Stand heute, bin ich ganz medikamentenfrei.

Der Hauptaspekt liegt dabei darauf, zu achten, möglichst wenig Cholesterin aufzunehmen, was zwangsläufig zu einer vegetarischen Ernährung führt, weil die tierischen Fette auch die Cholesterine liefern, die ich aufnehme. Der Cholesterinwert ist nicht linear zum Fettgehalt. Man kann nicht sagen: „Wenn beispielsweise die Putenbrust soundso viel Fettanteil hat und das wäre ja sehr wenig, dann ist auch der Cholesterinanteil sehr wenig.“ Oder: „Fisch ist immer gut.“ Schalentiere beispielsweise haben einen sehr hohen Cholesterinanteil. Das muss man aber erst mal gesehen, gelesen haben oder gesagt bekommen, damit man wirklich eine Einschätzung bekommt, welche Dinge eigentlich gar nicht gehen. Und wenn man es dann im Kopf bereits klar hat, dann muss man es auch noch umsetzen. Dann muss man im Grunde auch das Einkaufsverhalten umstellen und gucken, wo bekomme ich überhaupt bestimmte Sachen? Das ist nämlich nicht immer einfach. Und diese Aspekte finde ich schon recht anspruchsvoll.

 

Red. Anmerkung: Wie alle Beiträge auf lebensstil-aendern.de wurde dieser Beitrag medizinisch auf Unschädlichkeit begutachtet. Aus schulmedizinischer Sicht kann das Ziel „möglichst ohne Tabletten“ nicht unterstützt werden, da Cholesterin senkende Medikamente bei koronarer Herzkrankheit sehr häufig zu einem positiven Verlauf der Krankheit beitragen.
Andreas Engel erklärte auf Nachfrage, dass er sein Handeln bezüglich der (Nicht-)Medikation mit seinem Arzt abspreche und seinen Gesundheitsstaus regelmäßig überprüfen lasse.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 18.04.2012 geführt.

Andreas Engel ist 59 Jahre alt. Nach einem stummen Herzinfarkt 2009 wurden ihm 6 Stents eingesetzt. Der Wunsch, nicht zu viele Medikamente nehmen zu müssen, und die Angst vor einem Reinfarkt trieben ihn an, sein Leben umzustellen. Dabei stützt er sich auf das Programm von Dean Ornish: Er ernährt sich fettarm und vegetarisch. Um seinen Stress in Griff zu bekommen, hat er sich beruflich verändert und besucht regelmäßig Entspannungskurse.

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