Patientenbeitrag

Matthias Voss überwindet seinen inneren Schweinehund, indem er das Training für sich nicht in Frage stellt



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Wenn es jetzt um die Sportgeschichte geht zum Beispiel, das merke ich dann schon. Wenn ich nur zweimal gehe anstatt dreimal, merke ich das schon. Dann habe ich ein Gewissensproblem mit mir, sage mir, „oh, das war es ja nicht gewesen“ und wenn ich dann montags gehe, mittwochs nicht und dafür dann wieder am Freitag, diese Zeitspanne merke ich schon. Das merke ich schon. Dann sind die Werte auch automatisch schlechter beim Fahrradfahren. Und daran sehe ich dann „Okay, du musst wieder was tun“.
Man sagt ja zweimal soll man die Woche machen und ja, ich habe aber gesagt, „zweimal ist mir zu wenig, wenn dann dreimal“.
Es gibt Tage, wo ich mir dann sage „Jetzt musst du wieder ins Training gehen. Ach, so ein Scheiß.“ Wo ich mir dann selbst in den Hintern treten muss, aber es funktioniert. Die gibt es auch.
Wenn ich alles, was ich diesbezüglich tue mit mir ausdiskutieren würde, dann wäre ich den ganzen Tag mit mir nur am Diskutieren. Das ist so wie mit den Kindern: es gibt eine klare Ansage und die ist so, die wird nicht diskutiert und nicht in Frage gestellt, die ist einfach so. Und so müssen wir da denke ich, teilweise mit uns selber auch umgehen. Wir stellen es nicht in Frage, wir akzeptieren das und wir machen es.
Dadurch dass ich noch nicht voll arbeiten gehe, war das natürlich recht einfach gewesen. Am Anfang bin ich morgens um 8 Uhr gleich gegangen, weil das auch die normale Zeit war von der Reha her, wo die Aktivitäten dort angefangen haben. Mittlerweile ist es so, dass ich erst ab 14 Uhr gehen kann. Ich gehe dann meistens um 14 Uhr, das ist schon schwieriger. Das ist schon schwieriger. Ja. Und ich werde am 01.09. einen neuen Job anfangen und werde dann nun mal sehen, wie ich das integrieren kann in die ganze Geschichte.

Matthias Voss
Das Interview wurde am 04.08.2011 geführt.

Matthias Voss ist 42 Jahre alt. Vor einem Jahr erlitt er einen Herzinfarkt, in dessen Folge er seine Lebensweise komplett verändert hat. Nach dem sofortigen Rauchstopp hat er seine Ernährung umgestellt und geht mehrmals pro Woche zum Herzsport. Aufgrund dieser Veränderungen und der psychotherapeutischen Hilfe geht es ihm heute gut.

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