Patientenbeitrag

Christoph Lange musste lernen, sich gezielt zu entspannen



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Ich habe etwas gefunden, was mir da sehr viel hilft. Das ist wie, als könnte ich auf einen Knopf drücken und dann ist die Entspannung da. Ich habe mir eine CD gekauft, auf der nur Waldgeräusche drauf sind. Das Gleiche [wie beim Laufen] – es erinnert mich an meine Kindheit und ich bin sofort in einem anderen Zustand. Da kann ich wunderbar entspannen. Ich setze mich hin, atme ruhig durch, höre den Wald und warte schon bis die Frösche kommen, ich kenne sie ja jetzt schon. In Sekunden bin ich in einem anderen Zustand. Die habe ich auch aufgenommen [aufs Smartphone]. Und was ich auch dabei habe: Wenn ich heute Abend hier mein Herz-Yoga mache, habe ich auf dem Smartphone die Anleitung aufgenommen, sodass ich, egal wo ich bin, die Anleitung habe. Ich lasse die laufen und mache dann die Übungen danach. Das finde ich unterstützend. Ich muss nicht nachdenken, welche Übung jetzt kommt, sondern es sagt mir jemand ganz genau, was ich zu tun habe. Ich kenne den mittlerweile gut, weil ich das schon so oft gehört habe. Was ebenfalls ganz hilfreich ist, ist dass ich die Person, die das Herz-Yoga anleitet und die Übungen gesprochen hat, auch kennengelernt habe. Da habe ich auch ein Bild dazu.

Wenn ich etwas lernen musste, dann war es das. Spannung zu erzeugen, war noch nie mein Problem, sondern die Entspannung zu lernen und die auch zuzulassen. Und das ist nicht einfach. Da ich natürlich ein kopfarbeitender Mensch bin – das dann auszuschalten und nicht ständig die Gedanken schwirren zu lassen, sondern mal inne zu halten. Das ist für mich eine Herausforderung. Aber beispielsweise mit der CD geht das wunderbar. Da muss ich nicht an einen Wald denken, sondern habe ich ihn dann schon.

Christoph Lange
Das Interview wurde am 17.07.2012 geführt.

Christoph Lange ist 58 Jahre alt. Anfang 2010 erlitt er einen stummen Herzinfarkt, bei dem kaum Symptome auftreten, obwohl Blutgefäße weitgehend verschlossen sind. Daraufhin unterzog er sich einer OP und bekam Stents eingesetzt.

Die Erkrankung brachte ihn dazu, seinen Lebensstil zu überdenken. Er ernährt sich nach Ornish und hält sich durch tägliche Spaziergänge und kleine Tricks im Büroalltag in Bewegung. Um von seinem stressigen Beruf abzuschalten, betreibt er progressive Muskelentspannung und Yoga.

 

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