Patientenbeitrag

Am Yoga schätzt Andreas Engel, dass die Achtsamkeit für Körper und Geist gefördert wird


Ich denke, dass bei Yoga in der Tat dieser Aspekt auch für mich eine Rolle spielt: Der Aspekt der Achtsamkeit. Wir machen also in dieser Gruppe in der Nachbarstadt eben auch ein Hatha-Yoga und die Lehrerin ist selber auch MBSR-Trainerin. Sie macht also ein Yoga, wo eigentlich auch diese Aspekte eine Rolle spielen. Um das vielleicht mal an einigen Punkten ganz kurz zu beschreiben, damit das verständlicher wird: Yoga wird von vielen einfach nur als Körperübung verstanden. Das ist aber viel zu kurz gedacht, weil Yoga ist ja im Grunde genommen etwas, was sowohl mit dem Geist als auch mit dem Körper zu tun hat. Und das auch nicht getrennt betrachtet, nach dem Motto: „Jetzt machen wir was für den Geist und jetzt machen wir was für den Körper.“ Sondern es gilt schon dieser Grundsatz, den mal ein Weiser irgendwann vor 3000 Jahren formulierte: „Der Körper wirkt auf den Geist und der Geist wirkt auf den Körper.“ Es gibt eine bestimmte Abfolge in so einer Yoga-Session über anderthalb Stunden: Die fängt immer an mit einfachen Entspannungs-, eigentlich Dehnübungen für den Körper, die sozusagen den Körper erst mal ein bisschen auf das Thema bringt. In der nächsten Phase gibt es eine Entspannungsphase, um den Geist zu beruhigen. Danach gibt es Übungen, die auch durchaus mehr oder weniger anspruchsvoll sein können, den Körper fordern können. Und es gibt zum Schluss immer eine abschließende Phase in einer Liegeposition, und es ist nichts weiter als 10 Minuten Ruhe.

 

 

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 18.04.2012 geführt.

Andreas Engel ist 59 Jahre alt. Nach einem stummen Herzinfarkt 2009 wurden ihm 6 Stents eingesetzt. Der Wunsch, nicht zu viele Medikamente nehmen zu müssen, und die Angst vor einem Reinfarkt trieben ihn an, sein Leben umzustellen. Dabei stützt er sich auf das Programm von Dean Ornish: Er ernährt sich fettarm und vegetarisch. Um seinen Stress in Griff zu bekommen, hat er sich beruflich verändert und besucht regelmäßig Entspannungskurse.

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