Patientenbeitrag

Nachdem Jürgen Thiele die Entspannungsübungen lange Zeit bewusst eingesetzt hat, sind sie mittlerweile verinnerlicht


Ich glaube, viele Leute erwarten von Entspannungstechnologien und Trainings, „ich mache das drei Monate und dann muss das da sein“ – das ist falsch. Also rückblickend: Das hat Jahre gedauert im Prinzip, das hat viele Jahre gedauert. Ich habe am Anfang gemerkt, bestimmte Situationen regen mich nicht auf oder nehme ich hin oder sehe ich positiv, dass ich gesagt habe, “das sitzt jetzt drin, das ist verinnerlicht”, das hat Jahre gedauert. Weil autogenes Training kann keine tiefenpsychologische Veränderung vornehmen, also keinen neuen Menschen aus einem machen. Ist, glaube ich, auch so eine Automatisierung, wie mit der Gymnastik, „das musst du dann und dann machen“, dass ich mir gesagt habe beim autogenen Training – das weiß ich noch ganz genau am Anfang: “So jetzt hast du hier Zeit in der Pause, anstatt in die Zeitung zu gucken oder Radio lauter zu stellen, setzt du dich einfach mal entspannt dahin und versuchst dich zu entspannen und ruhiger zu werden”. Das war am Anfang auch ein bisschen automatisiert.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 13.03.2011 geführt.

Jürgen Thiele ist 53 Jahre alt und hatte in den letzten fünfzehn Jahren zwei Herzinfarkte. Er hat das Rauchen und Trinken aufgegeben, seine Ernährung umgestellt und wandert viel.

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