Patientenbeitrag

Für das Ergometer-Training hat sich Gerd Kipper ein halbstündiges Programm zusammengestellt



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Ein Ergometer, das habe ich schon nach den ersten Infarkten dann gekriegt. Nach der Reha hab ich mir das gekauft und da geh ich halt jeden Tag zu ganz unterschiedlichen Zeiten, mal morgens, mal nachmittags, mal abends, wie es sich ergibt – ich geh auch mal um halb sieben abends auf das Fahrrad – und dann fahre ich halt, fange mit 50 Watt an, steigere das dann so 5 Minuten 60–70–75–80 bis 85, auch mal bis 90 gefahren und geh langsam wieder zurück so auf 50. Das Ganze dauert so 30 bis 35 Minuten. Man kommt ins Schwitzen, aber man ist nicht überanstrengt. Es soll auch eine angenehme Anstrengung noch sein, wie beim Joggen sich unterhalten können. Nicht keuchen, nicht schnaufen und das kann ich auch. Ich muss nicht mit offenem Mund dauernd fahren, weil ich keine Luft mehr kriege. Und was ich da so an Kalorien verbrauche, wird ja immer angezählt – sind ja bei mir so in der Regel 150 – ob das so stimmt, weiß ich nicht. Ist mir auch egal. Und damit stärke ich ja meinen ganzen Körper. Fahrrad fahren, also Ausdauertraining, ist ja für Menschen wie mich, für herzkranke Menschen das Beste. Krafttraining sollte man in der Regel nicht machen, aber Ausdauertraining, das heißt also Laufen, Fahrrad fahren, Schwimmen mit Einschränkungen, da muss der Kardiologe sein „go“ sagen, denn im Wasser können sich die Adern verengen, die Herzkranzgefäße, und es kann zum Infarkt kommen. Also muss der Arzt dem zustimmen. Ich bin auch früher immer gerne Fahrrad gefahren, lange Fahrttouren gemacht mit meinen Söhnen, so 14 Tage. Ja und da ich hier halt in dem hügligen Gelände nicht mehr so gut Fahrrad fahren kann, habe ich mich halt für ein Ergometer entschieden. Stärkt halt den ganzen Körper. Es ist ein bisschen langweilig, klar, ich höre halt ein bisschen Musik und gucke aus dem Fenster und beobachte die Nachbarin… also die halbe Stunde kriegt man immer rum.

30_2-7-Sport-Bewegung
Das Interview wurde am 08.07.2011 geführt.

Gerd Kipper ist 69 Jahre alt. Er erlitt mehrere Herzinfarkte und hatte eine Bypass-OP. Durch tägliches Ergometertraining, gezielte Gymnastik, bewusste Ernährung und Gewichtsabnahme konnte er seinen Gesundheitszustand stabilisieren, so dass er noch immer seiner erfüllenden sozialen Tätigkeit mit Kindern nachgeht.

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