Patientenbeitrag

Mittlerweile merkt Gerd Kipper auch, dass ihm die regelmäßige Bewegung gut tut



War der Beitrag hilfreich?
Text ein- und ausblenden

Jetzt in der Zeit, wo ich diese Lungeninfektion hatte, also die harte Phase, da habe ich eine Zeit lang auch auf Anraten des Arztes hin kein Fahrrad gefahren, weil egal welche Anstrengung für meine Lunge schlecht war. Aber da kann ich nichts dran ändern, das ist so gewesen. Aber ich habe schon immer danach gegiert, habe schon zu meiner Frau gesagt, „hoffentlich kann ich bald wieder Fahrrad fahren“. Das hat mir auch gefehlt, die Bewegung hat mir auch gefehlt und das ein bisschen hinter her so verschwitzt sein und da körperlich befreit sein. Das hat mir gefehlt und da hab ich zwei, drei Wochen lang kein Fahrrad gefahren. Das hat mich schon genervt. Ich war froh – ich hab jetzt wieder angefangen! Nicht mehr ganz so hoch im Moment, ich steigere das langsam wieder, ich merke ja, ob ich richtig atmen kann oder nicht, das geht wieder ganz gut. Und es wird nicht mehr lange dauern, da habe ich wieder meinen alten Stand. Aber ich habe das schon gemerkt, dass mir das fehlt, und schon mir gut getan hat, wenn ich das gemacht habe, diese Bewegungen. Man tut sich nichts Schlechteres, als zu Hause rumzuliegen, rumzuhängen, dicker zu werden, sich nicht zu bewegen. Bewegung ist tatsächlich unglaublich wichtig dabei. Wenn man das nicht macht, hat man schon einen zu schnellen Schritt Richtung Ende getan. Das ist meine feste Überzeugung. Ich merke es ja auch bei mir und ich bin sicher, wenn ich das nicht gemacht hätte, ging es mir heute viel schlechter. Ich kann nur jedem raten, der so herzkrank ist oder auch andere Krankheiten, wo er sich trotzdem bewegen kann, das zu machen, da diesen inneren Schweinehund zu bekämpfen und sich zu bewegen und da wirklich was, was man kann und was auch geeignet ist für dieses Krankheitsbild, das man hat.

30_2-7-Sport-Bewegung
Das Interview wurde am 08.07.2011 geführt.

Gerd Kipper ist 69 Jahre alt. Er erlitt mehrere Herzinfarkte und hatte eine Bypass-OP. Durch tägliches Ergometertraining, gezielte Gymnastik, bewusste Ernährung und Gewichtsabnahme konnte er seinen Gesundheitszustand stabilisieren, so dass er noch immer seiner erfüllenden sozialen Tätigkeit mit Kindern nachgeht.

Alle Beiträge von Gerd Kipper

Schlagworte:

Neuen Kommentar verfassen






* Pflichtangaben