Patientenbeitrag

Für mehr Abwechslung beim Ergometertraining hat sich Siegfried Gerlach einen Fernseher hingestellt



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Dann habe ich mir gesagt, das ist auch sehr langweilig immer da so drauf, es ist wirklich ätzend langweilig. Da könnte ich ja eine Stunde darüber berichten wie langweilig das ist, aber dann habe ich mir einen Fernseher dahin gestellt, dann habe ich mir Sendungen angeguckt, zu denen ich das dann eben absolviere, mein Trainingsprogramm. Und das geht so in einen gewissen Tagesablauf eben rein. Man bindet das mit ein, man baut sich da keine zusätzlichen geistigen Hürden auf indem man sagt “Oh jetzt schon wieder, das ätzt so und nachher tun dir die Beine weh oder das Knie tut weh, mal das rechte dann das linke”. Nein, man setzt sich drauf, der Fernseher ist eingeschaltet und dann strampelt man nach dem festgelegten Programm seine Zeit ab. Fertig.
Es gehört natürlich auch die Bereitschaft dazu, dass man sich selber ein bisschen quälen kann und muss. Das ist Quälerei irgendwo.
Also es ist niemals so, dass ich sage “Ja, jetzt steige ich auf das Fahrrad, ich habe dich so vermisst”. Das habe ich noch nie erlebt. Das Ding antwortet ja auch nicht und sagt “Ich habe dich auch so vermisst”. So ist das niemals, aber ich gehe da mit einer gewissen Gleichgültigkeit drauf. Ich sage, ich steige auf, ich strampel meine Zeit ab und hinterher werde ich dann durch die Messwerte belohnt und das ist für mich Motivation.

Siegfried Gerlach
Das Interview wurde am 18.02.2011 geführt.

Siegfried Gerlach ist 64 Jahre alt. Er hat eine ausgeprägte KHK und erlitt mit Anfang 50 zwei Herzinfarkte. Aufgrund seines täglichen Trainings, der fettarmen Ernährung und des Rauchstopps fühlt Siegfried Gerlach sich heute viel besser und leistungsfähiger als vor der Veränderung seiner Lebensweise.

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