Patientenbeitrag

Gesundwerden bedeutet für Joachim Lontke nicht, nur nach der Krankheit zu leben



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Man hat natürlich Angst irgendetwas verkehrt zu machen und dadurch tatsächlich eine Situation wieder hervorzurufen, die einen tatsächlich wieder in diese schlimme Situation des Erlebnis Schlaganfall, Herzinfarkt oder wie auch immer zurückführt oder wiedererleben lässt. Und genau das möchte ich natürlich nicht. Auf der anderen Seite ist aber dadurch dann das Beschäftigen mit dieser Thematik auch, dass Sie wirklich übersensibilisiert werden in diese Richtung. Das möchte ich zwar nicht, aber irgendwo bleibt es natürlich auch nicht aus.

Wenn ich nur die Krankheit in den Mittelpunkt meines Lebens stelle, dann werde ich nicht wirklich gesund. Ich muss meine Gesundheit in den Mittelpunkt meines Lebens stellen. Und da gibt es einfach Ansatzpunkte, wo ich dann jetzt einfach mit Menschen Kontakt aufnehme, die gedanklich oder auch ausbildungsmäßig eine ganz andere Richtung eingeschlagen haben. Mit denen tausche ich mich aus und mit denen schaue ich zu, dass da vielleicht Kooperationen entstehen oder so etwas. Auf jeden Fall beschäftige ich mich mit dem Thema. Das war der Beginn der Notwendigkeit sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Aber für mich ist es jetzt wichtig, welche Lösungsansätze habe ich? Nicht das Problem ist die Situation, für mich ist die Lösung der Ansatz und da versuche ich natürlich immer weiter zu kommen.

Joachim Lontke
Das Interview wurde am 16.04.2012 geführt.

Joachim Lontke ist 57 Jahre alt. Vor 9 Jahren erlitt er einen Herzinfarkt, ohne daraus Konsequenzen für seine Lebensweise zu ziehen. Seit er jedoch vor zwei Jahren einen schweren Schlaganfall erlitt, hat Joachim Lontke sein Leben grundlegend verändert. Er hat über 25 kg abgenommen, ernährt sich herzgesund und bewegt sich regelmäßig. Sein Arbeitspensum hat er ebenfalls drastisch reduziert und an einem Stressbewältigungskurs teilgenommen, um nicht mehr ständig unter Strom zu stehen. Für Joachim Lontke ist das Wichtigste in Bezug auf die Erkrankung, erkannt zu haben, dass er selbst dafür verantwortlich ist, wie er mit sich umgeht.

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