Patientenbeitrag

Nach dem Infarkt hat Stefan Büttner seine Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten komplett umgestellt und fühlt sich damit viel besser



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Vorher klar, das war Leben, sage ich mal. Und hier zu Hause habe ich immer gesagt, wenn ich ein Schnitzel esse, da muss Daumen dick Speck dran sein. Das Gleiche galt für Koteletts und ähnliche Sachen. Ich sage einfach mal, Fleisch war mein Gemüse. Ich habe weder Salate noch irgendwelche Gemüsebeilagen angepackt. Die habe ich verteufelt. Auch keine Körner und so ein Gedöns. Ich habe auch immer gesagt, Hühner und so weiter brauche ich nicht, ich esse Schweinefleisch. Wir haben das einfach so vom Leben her vorher völlig übertrieben.
Immer wenn ich gegessen habe, habe ich Schmierwurst gegessen. Das ist ja auch das Fett pur. Eine Schmierwurst und so ein Päckchen Butter hat auch nicht viel länger als anderthalb Tag gehalten. Da ich auch sehr gerne koche, habe ich dann immer mit Butterschmalz alles schön angebraten. Klar, kam dann die Reha. In der Reha wurden wir dann natürlich an Sport ran geführt und das hat total Spaß gemacht. Seitdem mache ich super viel Sport. Also jeden dienstfreien Tag in der Regel zwei Stunden. Ich bin letztes Jahr über 4.000 Kilometer Fahrrad gefahren, plus mehrere Kilometer Nordic Walking, die ich noch zusätzlich mache. Und dann einmal die Woche in das Studio. In so einem Rehasport, mit einem Personal Trainer. Das läuft eigentlich gut. Die Lebensgewohnheiten, klar, das Essen komplett umgestellt. So gut wie gar kein Schweinefleisch mehr oder komplett raus. Wir versuchen zwei Mal die Woche Fisch zu essen, was ich früher auch nicht angepackt habe. Ich esse sogar jeden Tag Müsli und Obst und Gemüse. Dann versuche ich jeden Tag fünf Nüsse zu essen. Abends soll man die essen. Also all diese Sachen, die man überall liest, versuche ich einzuhalten. Ich habe 20 bis 25 Kilo abgenommen, eher 25 oder 22 seitdem. Und das einfach durch Sport und komplette Ernährungsumstellung. Und es tut einfach nur gut, man ist viel fitter, man kommt die Treppen hoch ohne zu Schnaufen. Und beim letzten Belastungs-EKG letzte Woche, die Ärztin konnte es nicht glauben, die sagte “als wenn nie etwas gewesen wäre”. Bei 50 Watt hatte ich eine Frequenz von 120 und Druck von 130, total fit in der Richtung.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 11.03.2011 geführt.

Stefan Büttner ist 37 Jahre alt. Mit 36 Jahren hatte er einen Herzinfarkt und bekam einen Stent eingesetzt. Seit er in der Reha mit Sport und einer gesunden Ernährung begonnen hat, absolviert er regelmäßig sein Ergometertraining zu Hause, bewegt sich oft in der freien Natur, hat seine Ernährung umgestellt und über 20 kg abgenommen.

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