Patientenbeitrag

Statt Geschmacksverstärker setzt Matthias Voss heute auf Gewürze und frische Kräuter



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Was sie für einen Fettanteil haben, wie viele gesättigte und ungesättigte Fettsäuren drin sind, solche Geschichten. Ich lese schon die Verpackung mittlerweile wesentlich bewusster. Wie viel Zucker ist drin. Also alles was mit verursacht, dass man einen Herzinfarkt bekommen könnte.
Man hat ja immer diese Tagesbedarfsangaben auf den Packungen drauf, die natürlich auch wahnsinnig variieren. Ich sage mal, vom Gefühl her nimmt man auch nicht übermäßig viel zu sich. Früher habe ich mir keine Gedanken gemacht, was ich den ganzen Tag über esse. Heute weiß ich, “Okay, ich habe morgens das Frühstück und dann habe ich ungefähr das an Werten”. Im Endeffekt nichts anderes, als ein Mensch der zuckerkrank ist und der sich seine Broteinheiten ausrechnen muss, damit er ungefähr weiß, “Okay, so viel muss ich jetzt spritzen”. Und so ist das bei mir nichts anderes. Ungefähr so, dass man weiß, dass man nicht zu viel zu sich nimmt, wie man das in der Vergangenheit gemacht hat, sondern dass sich das einigermaßen im Rahmen bewegt.
Das ist dann wieder so diese typische Gewohnheit. Vorher hat man den Spinat mit Sahne gegessen, das war so. Jetzt gibt es den nicht mehr mit Sahne. Das dauert einfach. Das ist ein reiner Lernprozess. Klar, sind da Dinge dabei, wo meine Tochter sagt “Das esse ich nicht, schmeckt mir nicht”. Dann tun wir es das nächste Mal anders zubereiten. Und man merkt natürlich dann auch, bei meiner Frau, bei meiner Tochter, dass Geschmacksverstärker da schon unser Leben geprägt haben in der Vergangenheit.
Da sind gewisse Geschmacksverstärker zum Einsatz gekommen, was heute nicht mehr der Fall ist. Es wird dann eben nur mit reinen Gewürzen oder mit frischen Kräutern gekocht.
Das ist eine andere Zubereitung. Es kommt keine Sahne mehr zusätzlich dran oder weniger Salz, all diese Dinge. Man hat das natürlich auch in der Reha ganz klar beigebracht bekommen, beziehungsweise durch das Nichtrauchen verändern sich natürlich auch die Geschmacksnerven und das macht sich schon bemerkbar. Du brauchst automatisch weniger Salz.

Matthias Voss
Das Interview wurde am 04.08.2011 geführt.

Matthias Voss ist 42 Jahre alt. Vor einem Jahr erlitt er einen Herzinfarkt, in dessen Folge er seine Lebensweise komplett verändert hat. Nach dem sofortigen Rauchstopp hat er seine Ernährung umgestellt und geht mehrmals pro Woche zum Herzsport. Aufgrund dieser Veränderungen und der psychotherapeutischen Hilfe geht es ihm heute gut.

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