Patientenbeitrag

Helmut Röder empfindet die mediterrane Küche als sehr vielfältig und vermisst seine frühere Ernährung nicht



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Man hat ja festgestellt Südländer haben halt eben weniger Herzkrankheiten, ob das Frankreich, ob das Italien ist. So, da hat man geguckt, wie ernähren die sich? Und das sind also sehr oft Rohkost, leichte Kost, Gemüse, viel Fisch, relativ wenig Ballaststoffe. Ballaststoffe braucht man zwar, aber das A und O ist fettarm und wenn schon Fett, dann die richtigen Fette. Ich hab es vorhin schon ganz kurz angeschnitten mit diesen Fettsäuren, die in Olivenöl drin sind, die in Rapsöl drin sind, die in tierischen Produkten auch drin sind. Das ist also Fisch. Fisch ist ein sehr guter Träger, ein hervorragender Träger von mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Und diese Dinge alle zusammen und man kann auch sehr vielfältig kochen. In der Qualität glaube ich hat man keine Abstriche gemacht, das ist ein anderes Essen. Paradebeispiel vielleicht, früher habe ich liebend gerne eine sogenannte Lyoner Pfanne gegessen. Das ist eine Fleischwurst, eine Fettbombe, eine Kalorienbombe und um dem noch ein Krönchen aufzusetzen, hat man da auch noch Bratkartoffeln dazu gegessen, die in Schmalz gedünstet waren. Ich vermisse es nicht, wir essen das nicht mehr, ich vermisse es auch nicht, es gibt andere Dinge, die genauso hervorragend schmecken und wesentlich gesünder sind.

Helmut Röder
Das Interview wurde am 24.02.2011 geführt.

Helmut Röder ist 62 Jahre alt. Mit Mitte 40 hatte er einen Herzinfarkt und in den darauffolgenden Jahren mehrere Stent-Operationen. Er hat in Folge des Herzinfarktes seinen Beruf aufgegeben, das Rauchen aufgehört, sich einen Hund angeschafft und die Ernährung umgestellt.

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