Patientenbeitrag

Ludwig Stenzel wiegt alle Zutaten ab und stellt so sicher, dass er nicht zu viel isst



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Das liegt indirekt ein bisschen mit an meinem Beruf. Als Chemiker, das war ja eins meiner Unterrichtsfächer, habe ich immer gelernt, irgendetwas zuzubereiten mit der Waage: So und so viel Gramm davon, so und so viel Gramm davon, so und so viel Gramm davon… Während meine Frau Kartoffeln genommen hat, so und so viel Stück, „och das reicht“. Ich muss abwiegen. Ich wiege ab, so und so viel Kartoffeln. Zum Braten – so und so viel Fleisch. Für eine Bulette – so und so viel Hack. Genau mit der Waage. Ja und da nehme ich so viel – das ist einfach eine Frage des Ausprobierens, wie viel brauche ich um satt zu werden? Ich nehme nicht so viel, wie ich überhaupt rein kriege. Der Magen muss ja nicht bis zum Platzen voll werden. Ich will satt werden, Schluss aus. Und dadurch halte ich mein Gewicht recht gut. Und wenn ich koche, dann koche ich natürlich nicht nur für das eine Essen, dann koche ich gleich für drei Mahlzeiten: Heute wird gegessen, morgen wird gegessen, die dritte Portion wandert in die Kühltruhe.
Zum Frühstück ein Brötchen und ein Knäckebrot, vormittags einen Apfel, nachmittags Tasse Kaffee mit zwei, drei Keksen, zum Abendbrot ein Brot, selten ein zweites. Damit komme ich gut hin.

Ludwig Stenzel
Das Interview wurde am 02.02.2012 geführt.

Ludwig Stenzel ist 82 Jahre alt. Nach einem Herzinfarkt vor 14 Jahren wurden ihm mehrere Stents eingesetzt. Ludwig Stenzel bewegt sich täglich und achtet auf eine maßvolle Ernährung.

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