Patientenbeitrag

Seitdem Stefan Büttner vorrangig Wasser und Tee trinkt, empfindet er sein früheres Lieblingsgetränk Cola als viel zu süß



War der Beitrag hilfreich?
Text ein- und ausblenden

Wo ich in der Reha war, haben die immer gesagt, “Okay, du musst Kilos runter bringen”. Ja, was wäre da okay? „Das und das esse ich immer.“ Da haben sie das also gestrichen. Okay, Trinken. Das und das – gestrichen. Ich sagte, “Was soll ich jetzt trinken?”. “Ja, Wasser”. Okay, toll, schmeckt nicht. Das war erst mal so die erste Reaktion. “Könnt ihr vergessen”. Ja, aber so im Nachhinein dann, okay, man hat verschiedene Sachen ausprobieren schmeckt ja doch. Anfangs war das echt übel, keine Cola mehr, kein Zucker mehr in den Kaffee.
Ich habe früher immer sehr stark Kaffee getrunken. Ich habe eigentlich nie die Löffel gezählt.
Ich habe jetzt entkoffeinierten Kaffee. Da weiß ich aber, den kann ich locker trinken. Wenn ich da mal zwei, drei Tassen am Tag von trinke, ist das auch kein Thema. Ich trinke aber mittlerweile auch unheimlich gerne Pfefferminztee. Bestimmt zwei, drei Tassen am Tag und viel Wasser, was ich früher auch nie angepackt habe.
Mittlerweile trinke ich Wasser. Es schmeckt mir viel besser. Ich würde also, wenn da jetzt ein Glas Cola und ein Glas Wasser steht, ich würde die Cola nicht mehr anpacken, die wäre mir viel zu süß. Also interessant fand ich dabei auch, wie sich diese Geschmacksnerven wieder umstellten. Dass man dann, wenn man eine Zeit lang diesen Zucker weggelassen hat, einfach erst mal merkte, was man für eine Plörre überhaupt die ganze Zeit getrunken hat. Wie ekelhaft süß das ist. Könnte ich also so mittlerweile gar nicht mehr trinken. Und früher habe ich dafür gelebt, für Cola. Mittlerweile haben wir verschiedene Mineralwassersorten ausprobiert und eine gefunden, die schmeckt. Aber da hätte ich auch früher gesagt, “Wasser ist Wasser, ob du so ein Zeug für 90 Cent trinkst oder Wasser aus dem Graben oder was weiß ich, was es kostet”. Aber es gibt echt massive Unterschiede vom Geschmack her und wir haben eines gefunden, was total lecker schmeckt.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 11.03.2011 geführt.

Stefan Büttner ist 37 Jahre alt. Mit 36 Jahren hatte er einen Herzinfarkt und bekam einen Stent eingesetzt. Seit er in der Reha mit Sport und einer gesunden Ernährung begonnen hat, absolviert er regelmäßig sein Ergometertraining zu Hause, bewegt sich oft in der freien Natur, hat seine Ernährung umgestellt und über 20 kg abgenommen.

Alle Beiträge von Stefan Büttner

Schlagworte:

Neuen Kommentar verfassen






* Pflichtangaben