Patientenbeitrag

An seiner Herzsportgruppe schätzt Ludwig Stenzel vor allem auch den Austausch mit anderen Betroffenen



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Die Trainer und Trainerinnen haben alle eine besondere Ausbildung, die müssen einen Trainerschein machen speziell für Herzsport. Und vor allen Dingen, eine Trainerin macht das selbst sehr intensiv mit, man merkt dass es ihr selber auch Spaß macht. Das färbt ab, da macht es einem auch Spaß. Dann gibt es flapsige Bemerkungen hin und her, und in der Umkleide, vorher hinterher… und manchmal treffen wir uns auch außerhalb des Sports zum Spargelessen oder so was. Dann wird erzählt: Wie ist es dir ergangen? Was sagt dein Arzt? Bist du mit deinem Arzt zufrieden? …und so weiter. Das hilft einem, wenn man sieht, man hat die Probleme nicht als einziger, andere haben die auch, andere sind damit klar gekommen. Einer aus der gleichen Sportgruppe hat die dritte Bypass-Operation, da haben wir alle gestaunt, dass das überhaupt machbar ist.
Dann werden auch gewisse Ängste abgebaut: Was der geschafft hat, könnte man ja eventuell auch schaffen. Obwohl ich selber ja noch keine Bypass-Operation hatte – ich hoffe ich brauche sie auch nie, denn bisher ging ja alles mit Katheter. Und ich habe auch das Gefühl, wenn man rechtzeitig zur Katheterbehandlung kommt, geht das auch recht gut.
Ja das also von der Sportgruppe. Zu dem einen oder anderen bauen sich dann langsam etwas persönliche Kontakte auf. Zwei wohnen hier in der Nähe, dann spricht man natürlich über manche Probleme auch ein bisschen ausführlicher. Und immer wieder ist wichtig, dem geht es schlecht aber er packt es – dann packe ich das wohl auch.

Ludwig Stenzel
Das Interview wurde am 02.02.2012 geführt.

Ludwig Stenzel ist 82 Jahre alt. Nach einem Herzinfarkt vor 14 Jahren wurden ihm mehrere Stents eingesetzt. Ludwig Stenzel bewegt sich täglich und achtet auf eine maßvolle Ernährung.

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