Patientenbeitrag

Anerkennung und das Gefühl, etwas geleistet zu haben, sind für Jürgen Thiele Antrieb zur regelmäßigen Bewegung


So ein bisschen ist auch das Gefühl, etwas geleistet zu haben speziell jetzt, wo ich nicht mehr arbeiten gehe. Arbeiten ist ja nicht alleine nur Geld verdienen, Arbeiten ist auch erstens mal sozialer Kontakt und Bestätigung in Form entweder von Gehalt oder Anerkennung vom Chef, Kollegen „gut gemacht“ und so weiter. Das fehlt ja bei mir. Aber ich habe die Anerkennung. die ich mir selber dann schaffe „Jung du bist jetzt hier quer durch Mallorca gewandert oder quer durch das Sauerland oder sowas.“ Das ist auch so ein Antrieb. Einfach so ziel- und planlos würde ich zum Beispiel sowas nicht machen, eine Radtour mal hier und mal da hin, müsste schon ein Ziel sein. Ich würde auch nie hingehen „es ist egal ob ich zwei Wochen dafür brauch oder sechs Wochen“, ich mache mir keinen unnötigen Zeitdruck, das ist klar, aber ein gewisses Limit ist es, „bis dahin musst du da sein“. Nicht nur, um diese bestimmte Strecke zurückzulegen, sondern auch um mir zu bestätigen „du hast was geleistet“. Der Gedanke ist immer noch da. War 38 Jahre arbeiten und ich glaube, das gehört als Antriebsfaktor dazu, dass man das macht. Dass man einfach sagt „bestimmte Sachen müssen dann und dann gemacht werden“ und so ist das auch mit der Gymnastik, die muss einfach.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 13.03.2011 geführt.

Jürgen Thiele ist 53 Jahre alt und hatte in den letzten fünfzehn Jahren zwei Herzinfarkte. Er hat das Rauchen und Trinken aufgegeben, seine Ernährung umgestellt und wandert viel.

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