Patientenbeitrag

Zu merken, dass seine Anstrengungen auch wirklich etwas bewirken, ist für Helmut Röder die größte Motivation



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Es ist vielleicht auch die Erkenntnis, nachdem ich meinen Lebenswandel umgestellt hatte, dass es mir da besser ging. Vorher hab ich ja gemerkt, „Mensch, du hast das noch nicht richtig umgesetzt, schon warst du wieder in der Klinik. Das war wieder eine Stenose, die musste wieder interveniert werden und ähnliche Dinge. Ich glaube, am deutlichsten merkt man es daran, dass es einem objektiv und subjektiv besser geht. Das ist die größte Motivation.

Man muss die Erkenntnis haben, es bringt mir was. Wenn ich mich quäle und unter dem Strich habe ich Gleichstand oder eine extreme Verschlechterung, dann werde ich ja einen Teufel tun und mich weiter bemühen und diese Dinge machen.

Und auch die Ärzte, ich muss das wirklich sagen, die zwar gesagt haben „Subjektiv merkst du nichts, aber objektiv in deinen Werten“, ob das die Blutwerte waren, ob das jetzt bei einer Kathederuntersuchung das Offenbleiben der Stenosen war. Ich sag „Guck mal, das bringt ja was, vorher warst du alle drei Monate hier“. „Wir haben teilweise in den Stenosen wieder auf dehnen müssen und jetzt machst du körperliche Aktivitäten“ und siehe da, die halten. Noch dazu muss ich sagen, meine ersten Stents, die drin sitzen, die sind immer noch drin und sind noch offen, nachdem sie, wie gesagt teilweise auf gedehnt werden mussten, aber dann greift denke ich auch die Therapie, die man mitmacht. Es ist immer eine Kombination aus medikamentöse Therapie, Bewegungstherapie, Ernährungsverhalten und das spielt alles zusammen. Also eins alleine, da hätte ich auch meine Zweifel, ob das den gewünschten Erfolg bringt, aber das Zusammenwirken vieler Faktoren bewirkt diese Nachhaltigkeit.

Einmal durch die medikamentöse Therapie in Kombination mit der Bewegung haben sich zum Beispiel deutlich die Blutfette verbessert. Der Blutdruck ist durch die Bewegung in ein niedrigeres Niveau runter gedrückt. Das merkt man zwar, denn den spürt man ja nicht den Blutdruck, das ist ja das tückische auch an einem hohen Blutdruck, der tut ja nicht weh. Aber der Arzt weiß es ja am besten und sagt „Mensch, komm, du bist von 150 zu 90 jetzt runter auf 120 zu 80. Das sind die Dinge, die ich damit meinte. Subjektiv haben Sie davon noch nichts gemerkt, vielleicht konnten Sie einen Kilometer weiter gehen. Gut, nimmt man aber nicht so ernst. Man nimmt es nicht so wahr, aber die Parameter haben sich deutlich verbessert. Und wenn Sie das dann auch noch mal dokumentiert kriegen und man sieht das. Immer wieder trägt das ja auch einen Teil zu der Sinnhaftigkeit bei und man macht es gerne.

Helmut Röder
Das Interview wurde am 24.02.2011 geführt.

Helmut Röder ist 62 Jahre alt. Mit Mitte 40 hatte er einen Herzinfarkt und in den darauffolgenden Jahren mehrere Stent-Operationen. Er hat in Folge des Herzinfarktes seinen Beruf aufgegeben, das Rauchen aufgehört, sich einen Hund angeschafft und die Ernährung umgestellt.

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