Patientenbeitrag

Andreas Engel versucht mithilfe einer Gruppe das Therapie-Programm von Ornish umzusetzen


Das Ornish-Programm besteht aus mehreren Säulen: Kein Rauchen, fettarme, eigentlich vegetarische Ernährung, Stressreduktion durch herzgesundes Yoga und Bewegung. Wobei Ornish bei der Bewegung sagt, man muss jetzt hier keinen besonderen Sport machen, sondern es reicht eine halbe Stunde Bewegung pro Tag. Spaziergang reicht auch schon. Nur etwas jeden Tag sollte gemacht werden. Das Ornish-Programm läuft im Prinzip in dieser Gruppe so ab, dass wir uns 14-tägig treffen. Wir machen zuerst anderthalb Stunden Yoga. Danach gibt es ein gemeinsames Essen mit Speisen, die alle mitgebracht haben, die selbst zubereitet worden sind. Und danach gibt es eben noch einen Gesprächskreis. Und dieser Gesprächskreis ist auch ein wichtiges Element, weil er die Möglichkeit bietet, Erfahrungen auszutauschen und auch Unterstützung zu geben. Rückblickend und auch auf die jetzige Situation gesehen, würde ich sagen, dass es auch ein wichtiger Aspekt ist. Weil ohne diese Gesprächskreise oder überhaupt ohne solche Gruppen zu haben, in denen man das auch gemeinsam macht, würden diese Sachen – für sich alleine durchgeführt – zu sehr und ziemlich schnell im Sande verlaufen.

Aber ich plädiere auch an der Stelle dafür, dass man sich nicht selbst überfordert. Weil so gut wie die Programme sind und auch so überzeugend, wie sie da stehen, wenn man sich das durchliest – man muss sie umgesetzt bekommen! Und dazu gehört eben, dass man selber für sich all diese Schritte vollzieht. Und ich denke, dass das auch Zeit braucht.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 18.04.2012 geführt.

Andreas Engel ist 59 Jahre alt. Nach einem stummen Herzinfarkt 2009 wurden ihm 6 Stents eingesetzt. Der Wunsch, nicht zu viele Medikamente nehmen zu müssen, und die Angst vor einem Reinfarkt trieben ihn an, sein Leben umzustellen. Dabei stützt er sich auf das Programm von Dean Ornish: Er ernährt sich fettarm und vegetarisch. Um seinen Stress in Griff zu bekommen, hat er sich beruflich verändert und besucht regelmäßig Entspannungskurse.

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